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Maturanden kämpfen gegen Abschlussprüfungen

An der Kantonsschule Trogen werden die schriftlichen Maturitätsprüfungen durchgeführt. Auf die meisten mündlichen Prüfungen soll hingegen verzichtet werden. Schüler im ganzen Land wehren sich gegen die Abschlussprüfungen.

27.04.2020 / 16:33 / von: mle/lpe/sda
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An der Kantonsschule Trogen werden die schriftlichen Maturitätsprüfungen durchgeführt. Auf die meisten mündlichen Prüfungen soll hingegen verzichtet werden. (Symbolbild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

An der Kantonsschule Trogen werden die schriftlichen Maturitätsprüfungen durchgeführt. Auf die meisten mündlichen Prüfungen soll hingegen verzichtet werden. (Symbolbild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

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Die gymnasialen Abschlussprüfungen fänden an der Kantonsschule Trogen - vorbehältlich anderer Entscheide des Bundesrates - schriftlich statt, heisst es in einer Mitteilung der Ausserrhoder Kantonskanzlei vom Montag. Mündliche Prüfungen gebe es nur dort, wo keine schriftlichen vorgesehen seien.

Mit diesem Vorgehen berücksichtige Appenzell Ausserrhoden den Grundsatz «keine Matura ohne Abschlussprüfung». Eine Abschlussprüfung bedinge eine nochmalige vertiefte Auseinandersetzung mit dem Stoff. Dies sei eine zentrale Voraussetzung für ein späteres Hochschulstudium.

Unterschiedliche Entscheide bei den Kantonen

Der Kanton Zürich will die Maturaprüfungen ausfallen lassen - falls der Bundesrat dies erlaubt. Dann würden ausschliesslich die Erfahrungsnoten für den Abschluss zählen. Der Entscheid dazu ist aber noch nicht gefallen.

Im Kanton Thurgau sieht es ganz anders aus. Dort werden die Mittelschulen die schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfungen unter inhaltlicher Berücksichtigung der speziellen Situation wie geplant ab dem 8. Juni durchführen.

Das Bildungsdepartement des Kantons St.Gallen hatte beschlossen, die schriftlichen Abschlussprüfungen durchzuführen und auf die mündlichen Prüfungen zu verzichten. Jedoch forderten über 1'400 Personen in einer Petition an die St.Galler Regierung, dass diese nicht stattfinden.

Luthien Linders aus Arbon findet: «Das ist der falsche Weg.» Sie ist eine der Verfasserinnen von einem Schreiben, das von über 300 Maturanden unterzeichnet wurde. Sie richten sich darin an die Kantone und den Bund. Aber alle haben sie das gleiche Ziel: Sie wollen Chancengleichheit und eine einheitliche Regelung.

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