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Nach Kita-Skandal: «Wir hoffen, ein Stück Normalität kehrt bald zurück»

Vor einem Monat teilte die Staatsanwaltschaft St.Gallen mit, dass ein ehemaliger Mitarbeiter einer St.Galler Kita zwei Knaben sexuell missbraucht haben soll. Die betroffene Kita versucht, einen Weg zurück zur Normalität zu finden.

11.03.2019 / 17:20 / von: eob
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In der betroffenen St.Galler Kita wurde der Vorfall mit den Mitarbeitern und den Eltern intensiv besprochen. (pixabay.com/Design_Miss_C)

In der betroffenen St.Galler Kita wurde der Vorfall mit den Mitarbeitern und den Eltern intensiv besprochen. (pixabay.com/Design_Miss_C)

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Im Sommer 2018 wurde der 33-Jährige wegen des Verdachts auf Verbreitung von Kinderpornos  festgenommen. Vor einem Monat teilte die St.Galler Staatsanwaltschaft mit, dass der Verdächtige zwei Knaben sexuell missbraucht haben soll. Einer davon soll in der Fiorino Kinderkrippe sexuell missbraucht worden sein. Zudem haben die Ermittler beim Tatverdächtigen hunderttausende kinderpornographische Bilder gefunden. Darunter befanden sich auch Bilder und Videos von Knaben aus der Kita.

Viele Mitarbeiter haben mit dem Tatverdächtigen zusammengearbeitet und haben nun viele offenen Fragen. Nun hat der Verwaltungspräsident der Fiorino Kinderkrippe Jacques Hefti auf die Unsicherheit reagiert. «Wir haben eine interne Mitarbeiterveranstaltung mit verschiedenen Workshops durchgeführt», sagt Jacques Hefti. Dabei hätten sie die Zusammenarbeit mit den Kindern thematisiert.

Jacques Hefti beschreibt im Beitrag von RADIO TOP, wie die Situation momentan in der St.Galler Kita ist:

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Der Fall wurde seit der Festnahme auch mit den Eltern intensiv besprochen. Am Abend, an dem bekannt wurde, dass der Verdächtige zwei Knaben missbraucht haben soll, gab es ein Elterngespräch. Trotzdem rechnete Jacques Hefti mit Eltern, die ihre Kinder aus der Krippe nehmen. Diese Befürchtung wurde in den darauffolgenden Tagen auch bestätigt. Vier Kinder wurden aus der Krippe genommen. Im gleichen Zeitraum gab es gleichzeitig aber auch sechs Neuanmeldungen. «Offensichtlich vertraut man uns, und anerkennt, wie wir mit dieser furchtbaren Situation umgegangen sind.»

Auch wenn neue Kinder in die betroffene St.Galler Kita kommen, ist der Vorfall noch nicht vergessen. «Für die Mitarbeiter ist es sehr belastend, wenn sie von allen Seiten gefragt werden. Da hoffen wir, dass ein Stück Normalität zurückkehrt.»

Das Verfahren gegen den ehemaligen Kita-Mitarbeiter läuft immer noch. Laut der Staatsanwaltschaft St.Gallen wird die Anklage nicht vor Ende Jahr erhoben werden.

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