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Nebentätigkeiten von Professoren: HSG überprüft Regeln

Die Uni St.Gallen überprüft die Regeln für Nebentätigkeiten ihrer Professoren. Sie reagiert damit auf die Affäre Raiffeisen: HSG-Professor Johannes Rüegg-Stürm musste damals sein Mandat als VR-Präsident von Raiffeisen Schweiz niederlegen.

14.09.2018 / 14:20 / von: vsu/sda
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HSG-Professor Johannes Rüegg-Stürm musste sein Mandat als VR-Präsident von Raiffeisen Schweiz nach heftiger Kritik niederlegen. Nun prüft die Uni ihre Regeln für Nebentätigkeiten der Professoren. (Bild: unisg.ch)

HSG-Professor Johannes Rüegg-Stürm musste sein Mandat als VR-Präsident von Raiffeisen Schweiz nach heftiger Kritik niederlegen. Nun prüft die Uni ihre Regeln für Nebentätigkeiten der Professoren. (Bild: unisg.ch)

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Seine Professur in St.Gallen behielt der 57-jährige Rüegg-Stürm. Er bezieht derzeit ein Forschungsfreisemester und hat auch seine Vorlesung in Betriebswirtschaftslehre abgegeben, wie HSG-Rektor Thomas Bieger und der St.Galler Bildungsdirektor Stefan Kölliker am Freitag an der Jahresmedienkonferenz der Universität sagen. Rüegg-Stürms Mandat bei Raiffeisen Schweiz sei von den zuständigen Organen bewilligt gewesen, erklärt Bieger. Wegen des starken Praxisbezugs der Lehre seien geregelte Nebenaktivitäten von Dozierenden an der HSG «nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht». 

Rüegg-Stürm und der Raiffeisen-Verwaltungsrat waren von der Finanzmarktaufsichtsbehörde Finma kritisiert worden. Das Gremium habe den ehemaligen Chef der Bankengruppe, Pierin Vincenz, quasi unbehelligt geschäften lassen. Gegen Vincenz läuft eine Strafuntersuchung wegen Verdachts auf illegale Transaktionen.

Neben der Affäre Raiffeisen brachte im vergangenen Juni ein Spesen-Fall der Uni St.Gallen weitere Negativschlagzeilen. Derzeit läuft eine Administrativuntersuchung wegen möglicher Unregelmässigkeiten bei Spesenbezügen. Dieses Verfahren soll noch im Herbst abgeschlossen werden, sagte Stefan Kölliker. Der Universitätsrat habe sowohl den Spesenfall als auch den Fall Raiffeisen diskutiert», erklärte der Bildungsdirektor. Sowohl für Spesen als für Nebentätigkeiten bestünden die notwendigen Reglemente. Diese würden jeweils den aktuellen Entwicklungen angepasst. Darum überprüfe die HSG jetzt das Reglement für Nebentätigkeiten ihrer Professoren. Wie das Reglement konkret angepasst werden könnte, liessen Kölliker und Bieger offen.

An der Universität St.Gallen sind derzeit 8500 Studierende eingeschrieben. Im vergangenen Jahr wurden 821 Bachelor- und 976 Masterabschlüsse.

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