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Neue Quarantäneregel spaltet St.Galler Politik

Ab Samstag müssen Kontaktpersonen von positiv getesteten Personen nicht mehr in Quarantäne, wenn sie nicht im selben Haushalt wohnen. Bei St.Galler Kantonsräten stösst diese Änderung nicht überall auf Zustimmung.

30.10.2020 / 17:41 / von: lny
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Das Contact-Tracing-Team übernimmt in St.Gallen nicht mehr die Information aller Kontaktpersonen. (Archivbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Das Contact-Tracing-Team übernimmt in St.Gallen nicht mehr die Information aller Kontaktpersonen. (Archivbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

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Der Kanton St.Gallen hat seine Corona-Strategie angepasst. Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, müssen Kontaktpersonen ausserhalb des gleichen Haushalts selber informieren. Diese müssen nicht mehr in Quarantäne, sondern die Abstands- und Hygieneregeln einhalten sowie eine Maske tragen. Die Anpassung im Contact-Tracing kommt bei den meisten angefragten Kantonsräten gut an. So findet Walter Locher, Vize-Fraktionspräsident der FDP, es richtig, dass die infizierten Personen in die Verantwortung genommen werden, «weil die Umsetzung dieses Contact-Tracing ist sehr aufwändig.» Ähnlicher Meinung sind die Vertreter von SVP und Grünen. Bei Bettina Surber, Fraktionspräsidentin der SP, kommt diese Änderung jedoch nicht gut an. «Das ist eine nicht ganz einfache Situation und ich denke, es wäre wichtiger, wenn das weiter über das Contact-Tracing läuft.»

Was St.Galler Kantonsräte von der neuen Strategie der Regierung halten, im Beitrag von RADIO TOP:

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Bei der neuen Quarantäneregel gehen die Meinungen weiter auseinander. Dort zeigt sich ein klarer links-rechts-Graben. So findet Meinrad Gschwend, Fraktionspräsident der Grünen, die Aufhebung der Pflicht «ein Spiel mit dem Feuer.» Es sei auch nicht sicher, ob diese Strategie schlussendlich aufgehe. Anders sieht dies Michael Götte, Fraktionspräsident der SVP. «Es ist ein vernünftiger Schritt, auch im Hinblick auf die wirtschaftlichen Konsequenzen, die wir hatten.» Es seien viele Personen – meist ohne Symptome – in Quarantäne gewesen. Es sei gut, dass diese wieder arbeiten können. Sie müssten allerdings konsequent die Abstandsregeln einhalten und eine Maske tragen.

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Felix
am 30.10.2020 um 19:19
Gohts no?Ich glaub mich tritt ein Pferd! Ist das jetzt mit der Quarantänevorschrift war oder ist das ein schlechter Witz oder hat der St. Galler Regierung jemand aufs Hirn gesch.....? Wir reden hier vom Schutz für unsere Mitmenschen!