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Ostschweizer Erinnerungen an Keller-Sutter als Justizdirektorin

Karin Keller-Sutter übernimmt im Bundesrat das Justizministerium. Ein Déjà-vu für Ostschweizer Politiker. Zwölf Jahre lang war sie als Regierungsrätin des Kantons St.Gallen Vorsteherin des Sicherheits- und Justizdepartements.

10.12.2018 / 19:49 / von: pha
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Karin Keller-Sutter am Tag ihrer Wahl in den Bundesrat mit ihrer Familie und einer Delegation aus dem Kanton St.Gallen (Bild: Raphael Wallimann / RADIO TOP)

Karin Keller-Sutter am Tag ihrer Wahl in den Bundesrat mit ihrer Familie und einer Delegation aus dem Kanton St.Gallen (Bild: Raphael Wallimann / RADIO TOP)

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Von 2000 bis zu ihrer Wahl in den Ständerat 2012 war Karin Keller-Sutter Regierungsrätin des Kantons St.Gallen. In diesen zwölf Jahren handelte sich Karin Keller-Sutter als Vorsteherin des Sicherheits- und Justzidepartements den Ruf der Asyl-Hardlinerin ein. Keller-Sutter engagierte sich für das neue Asyl-und Ausländergesetz und einen konsequenten Vollzug im Kanton St.Gallen und führte Integrationsvereinbarungen mit Ausländern ein. Sie führte auch einen besonderen Schutz für Opfer häuslicher Gewalt und einen polizeilichen Jugenddienst ein und erhöhte die Polizeipräsenz im öffentlichen Raum. Für ihre harten Massnahmen wurde sie auch kritisiert. 

In den letzten sieben Jahren als Ständerätin wandelte sich Keller-Sutter: Von der Asyl-Hardlinerin zu der Konsenspolitikerin mit Schwerpunkten Wirtschaft und Soziales. Nun übernimmt sie als Bundesrätin wieder das Justizdepartement. Der St.Galler SVP Kantonsrat Michael Götte wurde 2003 in den Kantonsrat gewählt und erlebte Keller-Sutter als Regierungsrätin und Justizdirektorin. «Ich hoffe, dass sie wieder auf ihre harte Linie zurückkehrt», so Götte im Gespräch mit RADIO TOP. 

RADIO TOP Beitrag mit Ostschweizer-Erinnerungen an Karin Keller-Sutter:

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Doch auch linken Kantonsparlamentarier ist Keller-Sutter in guter Erinnerung. Sie sei ihrer Linie immer treu geblieben und füllte ihr Amt aus, erinnert sich SP Kantonsrat Peter Hartmann. Hartman war bereits im Jahr 2000 in den Kantonsrat gewählt worden. Auch Keller-Sutters Parteikollege, FDP Kantonsrat Beat Tinner erinnert sich an die Zeit mit Karin Keller-Sutter im Kantonsrat. 

Auch wenn sie in derselben Partei seien, waren sie nicht immer gleicher Meinung, so Tinner. Er erlebte Keller-Sutter jedoch nicht als Hardlinerin oder gar «Eiserne Lady». Man müsse aber auch seine Meinung haben und diese direkt und Gradlinig gegenüber Keller-Sutter vertreten. 

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