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Parteien und Patientenschutz begrüssen Stopp des Appenzeller Spitalneubaus

Die Regierung des Kantons Appenzell Innerrhoden hat den Stopp des Spitalneubaus und die Schliessung des stationären Bereichs verfügt. Politiker und der Patientenschutz sprechen von einem nachvollziehbaren und sinnvollen Entscheid.

20.11.2020 / 19:56 / von: pwa/lny
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Die Kehrtwende der Innerrhoder Regierung in der Spitalpolitik wird mehrheitlich positiv aufgenommen. (Symbolbild: pixabay.com/KarinKarin)

Die Kehrtwende der Innerrhoder Regierung in der Spitalpolitik wird mehrheitlich positiv aufgenommen. (Symbolbild: pixabay.com/KarinKarin)

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Am Freitagmittag verkündete die Appenzeller Regierung, dass der Neubau des Spitals auf Eis gelegt werde. Mehr noch: die stationäre Abteilung wird Mitte nächsten Jahres geschlossen. Grund ist, dass der Ausserrhoder Spitalverbund die Zusammenarbeit gekündigt hat. Für die FDP kommt der Entscheid der Regierung nicht überraschend. Die Planung des Neubaus habe auf der Annahme basiert, dass die Ausserrhoder mit an Bord sind. «Der Entscheid ist für uns nachvollziehbar. Wenn Annahmen nicht eintreffen, müssen Entscheidungen getroffen werden», sagt Luca Rechsteiner, Präsident der FDP. Der Entscheid sei daher folgerichtig.

Auch die SP begrüsst die Kehrtwende. Zwar seien sie überrascht worden, da im Sommer noch alles gut ausgesehen habe. «Andererseits ist es ein konsequenter Schritt in die richtige Richtung, gerade im Zusammenhang mit der Planung der Spitäler in der Ostschweiz», findet SP-Präsident Martin Pfister.

Und auch die SPO Patientenorganisation sieht Positives. Es sei sinnvoller, das gesundheitliche Angebot zu konzentrieren. Daher habe es sie eigentlich eher überrascht, dass der Kanton ursprünglich ein eigenes Spital bauen wollte. Zwar könne eine wohnortsnahe Versorgung einen Vorteil haben. Insgesamt sähen sie im Entscheid des Kantons aber mehr Vor-als Nachteile.

 

 

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