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Politiker von links bis rechts schockiert über Saubannerzug in St.Galler Innenstadt

St.Galler Stadtpolitiker sind nach den Verwüstungen in der Nacht auf Samstag sprachlos. Von links bis rechts ist die Kritik scharf. Einige fordern sogar Massnahmen.

27.03.2021 / 16:11 / von: lny
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Beim Geschäft Trudy&Vinz wurde das Schaufenster zerstört und Pflanzen umgeworfen. (Bild: TELE TOP/Philipp Rahm)

Beim Geschäft Trudy&Vinz wurde das Schaufenster zerstört und Pflanzen umgeworfen. (Bild: TELE TOP/Philipp Rahm)

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In der Nacht auf Samstag hat die Stadtpolizei St.Gallen zwei illegale Partys von Jugendlichen aufgelöst. Diese zogen daraufhin durch die Innenstadt und randalierten. Diese Zerstörungswut schockiert Stadtparlamentarier. «Ich verstehe das gar nicht», so Oskar Seger, Präsident der FDP Stadt St.Gallen auf Anfrage von RADIO TOP. Die Massnahmen des Bundesrates seien dazu da, dass man schnell aus der Pandemie komme und dann seien solche Aktionen unverständlich. Eventuell brauche es sogar einen Appell an die Jugendlichen. Ähnlich tönt es von linker Seite. Der Vorfall hinterlasse einen fahlen Nachgeschmack, so der Fraktionspräsident der Grünen im Stadtparlament, Andreas Hobi. «Es kann nicht sein, dass wenn die Polizei gerechtfertigt eingreift, nachher ein Saubannerzug durch die Stadt beginnt.»

Und auch die St.Galler Stadtpräsidentin Maria Pappa kritisiert den Vorfall scharf. «Es ist nicht akzeptabel, was passiert ist.» Sie könne zwar den Frust akzeptieren, das sei aber kein Grund, sich so zu benehmen. Pappa nimmt aber auch die Erwachsenen in die Pflicht. Diese müssten den Jugendlichen vorleben, wie sie sich zu verhalten haben, denn als Erwachsener habe man Vorbildcharakter.

Schock bei betroffenen Geschäften sitzt tief

Auf grosses Unverständnis trifft die Aktion bei den Gewerblern, die von der Krawallnacht betroffen sind. Der Antiquitätenladen von Beatrice Niedermann und ihrem Mann wurde besonders in Mitleidenschaft gezogen. Gleich mehrere Fenster wurden eingeschlagen und Sammlerstücke wurden zerstört. «Es ist unverständlich, wieso solche Leute willkürlich Sachschaden anrichten», erklärt die Geschäftsführerin. Die Pandemie sei für alle schwierig, doch Gewalt sei nicht tolerierbar. Die sonst schon anspruchsvolle Situation werde mit solchen unnötigen Vorfällen nur noch herausfordernder.

Im Interview mit TELE TOP sprechen die Gewerbler in der St. Galler Innenstadt über die Krawallnacht:

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Olga Cematovski
am 29.03.2021 um 12:43
Genau! Hörred entli uf eu z'wehre. Zalled eifach brav eues Schutzgeld, äh ich mein eui Stüüre und unterwerfed eu de Autorität. Dankä!