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Sparmassnahmen: Olma Messen kippen drei Ausstellungen aus dem Programm

Die Corona-Pandemie hat auch die Olma Messen hart getroffen. Um Geld zu sparen, werden drei Ausstellungen eingestampft. Betroffen sind die Ferienmesse «Grenzenlos» sowie die Fest- und Hochzeitsmesse in St.Gallen und Zürich. Auch von Personalabbau ist die Rede.

18.02.2021 / 12:03 / von: mle
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(Bild: olma-messen.ch/Eduard Hueber, New York N.Y.)

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Die Corona-Pandemie zwingt die Olma Messen zu Sparmassnahmen. Die Ferienmesse «Grenzenlos» und die Fest- und Hochzeitsmesse in St.Gallen und Zürich werden deshalb eingestampft, wie sie am Donnerstag mitteilen. Die Messen seien sowieso schon defizitär gewesen. Hätte man sie trotzdem durchgeführt, hätte das aufgrund der Marktentwicklung in den nächsten zwei bis drei Jahren jährliche Verluste im sechsstelligen Bereich zur Folge gehabt.

Acht Stellen werden abgebaut. Vier in der Messeorganisation und vier im Betriebsdienst. Die Führung des Unternehmens bedauere diesen «einschneidenden, aber wirtschaftlich notwendigen Schritt ausserordentlich».

Rückläufige Ausstellerzahlen und Flächenerträge hätten sich über mehrere Jahre durch Sparmassnahmen nicht mehr kompensieren lassen. Wegen der Corona-Krise konnten weder grosse Reisen noch Hochzeiten und Festanlässe durchgeführt werden. 

Man gehe zwar davon aus, dass die Nachfrage nach Tourismus- und Event-Dienstleistungen mit Abflauen der Pandemie rasch wieder zunehmen würde. Viele Unternehmungen seien durch den Strukturwandel und die Pandemie finanziell aber so sehr geschwächt, dass sie sich nur sehr langsam von der Krise erholen könnten. Es sei mit Jahren zu rechnen.

Für die Campingmesse OCA, die von Drittveranstaltern parallel zur Grenzenlos durchgeführt werde, hätte diese Entscheidung keine Konsequenzen. Für sie werde nach einer Lösung auf dem Messeplatz St.Gallen gesucht. Auch bei der Fest- und Hochzeitsmesse würden Ansätze für eine Anschlusslösung mit interessierten Kreisen diskutiert.

Pandemie reisst tiefes Loch in Olma-Kasse

Trotz angelaufener Impfkampagne, umfangreichem Testregime und vorbereiteten Schutzmassnahmen sei zurzeit keine Voraussage möglich, wann die Olma Messen den Veranstaltungsbetrieb wiederaufnehmen können. Alle im Halbjahr 2021 geplanten Messen mussten abgesagt werden.

Auch Generalversammlungen von bekannten Ostschweizer Firmen, sämtliche grossen Kongresse und viele weitere geplante Anlässe fänden nicht statt. Zugelassen seien einzig die Sitzungen von Kantonsrat und Stadtparlament sowie die Produktion von Anlässen, deren Publikum in digitaler Form zugeschaltet ist.

Damit hätten die Olma Messen St.Gallen nach 70 Prozent Umsatzverlust im Jahr 2020 erneut während eines halben Jahres fast die ganzen budgetierten Erträge verloren.

Dieses Jahr war schon früh klar, dass die Offa im Frühling nicht stattfinden kann. Bereits die Olma wurde im 2020 abgesagt. Die kleinere Olma-Version «Pätch» sollte ein Trostpflaster sein. Richtig in Fahrt kam das aber nicht. 

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