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Spitalstrategie gefährdet medizinische Versorgung in Wattwil

Der Toggenburger Ärzteverein warnt vor einem medizinischen Versorgungsnotstand. Die Schliessung des Spitals Wattwil durch die neue Spitalstrategie hätte zur Folge, dass die Region von der Spitalversorgung abgehängt würde.

29.06.2020 / 15:11 / von: lny
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Das Spital Wattwil darf nicht geschlossen werden, warnt die Ärztegesellschaft Toggenburg. (Screenshot: Google Maps)

Das Spital Wattwil darf nicht geschlossen werden, warnt die Ärztegesellschaft Toggenburg. (Screenshot: Google Maps)

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Der Toggenburger Ärzteverband ist besorgt über die Zukunft der medizinischen Versorgung in der Region. Die Spitalstrategie des Kantons sieht nämlich vor, das stationäre Angebot des Spitals Wattwil zu schliessen. Ohne dieses sei jedoch die medizinische Versorgung des Toggenburgs gefährdet. Zudem würde eine Schliessung zu einer Hausarzt-Lücke führen, da viele Ärzte aufgrund eines Spitals ansiedeln.

Der Verband ersucht darum nun den Kantonsrat, ihm eine Chance zu geben, um das stationäre Angebot an Innerer Medizin und Altersmedizin am Standort Wattwil zu erhalten. Gerade die Coronapandemie zeige, dass es fahrlässig wäre, ganz auf funktionierende Spitalinfrastruktur in den Regionen zu verzichten.

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Peter
am 30.06.2020 um 12:10
Dieser Arzt hat ja keine Ahnung wie gross das Toggenburg ist. Ich war schon mindestens 10 mal froh um das Spital Wattwil, weil die Krankheit akut war und es pressierte. Nur schade, dass hier nicht mehr operiert werden kann, nur wegen so hoch studierten Köpfen..........
Arzt
am 29.06.2020 um 20:58
Im gesamten Kanton St. Gallen sowie den angrenzenden Kantonen gibt es zu viele Spitäler; wie soll das wirtschaftlich Sinn ergeben? Wattwil ist nur via Ricken von Uznach (10min Autofahrt) entfernt, neben Uznach sammeln sich in der Linthebene Spital Lachen, in Rapperswil die Rosenklinik, das Spital Glarus ist um die Ecke, Spital Walenstadt ganz nahe, danach folgen Grabs und bald auch Chur. Nach Norden hin liegt Flawil und St. Gallen sowie Wil nicht weit, Rorschach als Satellit vom KSSG am Bodensee. Verdichtung auf einige Zentren mit entsprechend hoher Auslastung und Routine sichert einen hohen Standard in der Patientenversorgung und gleichzeitig kosten weniger Standorte die Allgemeinheit weniger Steuern und Krankenkassenbeiträge (dadurch werden Spitäler schliesslich finanziert).