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Stadt Wil: «Wir wollen Erlebniswelten schaffen»

Der Verkehr in der Stadt Wil wächst und wächst. Dies sorgt für viel Lärm und geringere Lebensqualität. Helfen soll hierbei die Netzergänzung Nord. Am Mittwoch haben die Stadt Wil und der Kanton St.Gallen die Linienführung vorgestellt.

24.06.2020 / 11:59 / von: sbr/szw
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Aus 17 Variante wurde diese Linienführung ausgewählt. (Bild: Kanton St.Gallen)

Aus 17 Variante wurde diese Linienführung ausgewählt. (Bild: Kanton St.Gallen)

Die Netzergänzung Nord kostet 49 Millionen Franken. (Bild: Kanton St.Gallen)

Die Netzergänzung Nord kostet 49 Millionen Franken. (Bild: Kanton St.Gallen)

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Der Kern des Verkehrsproblems in der Stadt Wil ist die immer grösser werdende Wohnbevölkerung. Bis 2035 soll sie um einen Fünftel wachsen. Somit kommen immer mehr Fahrzeuge auf die Strasse. Dies braucht Platz und produziert mehr Lärm. Die Netzergänzung Nord soll hierbei die Lösung sein. Mit ihr wird der Verkehr aus der Stadt gebracht. Dafür haben die Stadt Wil und der Kanton St.Gallen ein Variantenstudium lanciert. Aus 17 Linienführungen wurde eine ausgewählt und nun präsentiert. «Wir haben uns aus wirtschaftlichen, ökologischen und technischen Aspekten für diese Variante entschieden», sagt Susanne Hartmann, Regierungsrätin des Kantons St.Gallen.

Der RADIO TOP-Beitrag zur Präsentation der Netzergänzung Nord:

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Die Netzergänzung Nord soll eine wichtige Verkehrsverbindung am Stadtrand Wil zwischen Bronschhofen der ebenfalls geplanten Dreibrunnenallee und dem neuen Autobahnanschluss Wil West bilden. Die Linienführung sieht dazu eine zwei Kilometer lange Umfahrungsstrasse vor. Ein Grossteil wird als neue Strasse am Rand der Siedlung zwischen der Zürcher- und der AMP-Strasse erstellt. Die restlichen 0,5 Kilometer erschliessen sich mit der bestehenden AMP-Strasse bis zum Knoten Hauptstrasse und werden von dort in Richtung Norden geführt. Um den Lärm zu mindern und auch das Landschaftsbild zu schützen wird die Strasse teils überdeckt. Ausserdem sind verschiedene Velo- und Fussübergänge geplant.

In der Stadt Wil soll so wieder mehr Ruhe einkehren, sagt Stadtpräsident Daniel Meili: «Die Wohnlichkeit und der Erlebniswert sollen erhöht werden». Durch den schwindenden Verkehr gibt es in der Stadt wieder mehr Platz und dieser soll für Neues genutzt werden. Meili schweben hier verschiedene Ideen vor: «Wir wollen Erlebniswelten schaffen mit Gastronomie, Begegnungs- und Ruheorten.»

Das konkrete Bauprojekt soll 2022 vorliegen, so dass der St.Galler Kantonsrat ein Jahr später darüber beraten kann. Der Baustart ist 2027 zu erwarten. Insgesamt kostet die Netzergänzung Nord 49 Millionen Franken. Diese finanziert grösstenteils der Kanton St.Gallen. Der Bund will einen Beitrag von etwa 35 Prozent gewährleisten, ausserdem will sich die Stadt Wil an der Überdeckung der Strasse beteiligen.

TELE TOP hat sich die Verkehrslage in Wil genauer angesehen:

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