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St.Gallen patzt im Meisterrennen

St.Gallen und die Young Boys sind in der Super League wieder punktgleich. Der FCSG muss sich in Lugano mit schwindenden Kräften und nach zwei verschlafenen Starts mit einem 3:3 begnügen.

09.07.2020 / 22:51 / von: das/sda
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Der FC St.Gallen kommt gegen Lugano nur zu einem 3:3. (Bild: KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Der FC St.Gallen kommt gegen Lugano nur zu einem 3:3. (Bild: KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Vor dem Gastspiel im Tessin stand die Frage im Raum, wie weit St.Gallens Kräfte im Titelrennen noch reichen. Während den ersten 20 Minuten tauchten in der Wärme Luganos noch ganz andere Fragen auf. Die St.Galler verschliefen den Start böse, hätten nach 90 Sekunden in Rückstand geraten können und taten es nach zehn Minuten auch. Doch sie kriegten die Kurve, führten 2:1 und 3:2 - und mussten in der 84. Minute durch eine Co-Produktion von Numa Lavanchy und Jonathan Sabbatini den Ausgleich und in der Nachspielzeit fast noch einen vierten Gegentreffer hinnehmen.

Durch das 3:3 liegen St.Gallen und die Young Boys nun wieder punktgleich vorne, wobei YB das bessere Torverhältnis vorweist. Erschwert wird St.Gallens Aufgabe im spannenden Titelrennen dadurch, dass die Mannschaft am Sonntag in Genf mit Silvan Hefti und Lukas Görtler zwei gelb-gesperrte Leistungsträger ersetzen muss. Beide handelten sich ihre Verwarnung in der turbulenten Schlussphase ein. Görtler hatte zuvor das 2:1 durch Victor Ruiz und das 3:2 durch Ermedin Demirovic mit herrlichen Flanken aufgelegt.

Nach komplett verschlafener Startphase, in welcher sich die St.Galler von den Luganesi reihenweise überlaufen liessen und Yannis Letard beim 0:1 durch Sabbatini im eigenen Strafraum ein haarsträubender Fehlpass unterlief, schien Trainer Peter Zeidler mit einem frühen Wechsel und einem System-Eingriff die richtigen Korrekturen vorgenommen zu haben. Zeidler nahm Letard bereits in der 23. Minute vom Platz, brachte André Ribeiro für die vorderste Position im Mittelfeld und zog Betim Fazliji in die Innenverteidigung zurück.

Von da an hatte die Partie einen anderen Charakter. Mit seiner ersten Aktion, einem Vorstoss über links und dem Pass in den Strafraum, kreierte Ribeiro sogleich die Szene, die zum Foulpenalty und Ausgleich führte. Noch vor der Pause stellte Ruiz auf 2:1, und es liess sich bilanzieren, dass die Führung nicht gestohlen war. Auch den Start zur zweiten Halbzeit verschliefen die St.Galler allerdings. Nach nur 14 Sekunden glich Alexander Gerndt per Lupfer-Kopfball aus, und nach zuvor drei Siegen mit einem Tor Differenz stand diesmal am Ende ein 3:3, das Peter Zeidler als «gut und schlecht in einem» taxierte.