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St.Galler Regierungsrat Benedikt Würth will in den Ständerat

Durch die Wahl von Karin Keller-Sutter in den Bundesrat wurde der zweite St.Galler Ständeratssitz frei. Der St.Galler Regierungsrat und Finanzdirektor Benedikt Würth von der CVP möchte nun in den Ständerat.

07.12.2018 / 09:13 / von: eob/sda
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Benedikt Würth möchte in den Ständerat. (Bild: twitter.com/CVP)

Benedikt Würth möchte in den Ständerat. (Bild: twitter.com/CVP)

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«Die politische Arbeit im Ständerat interessiert und reizt mich sehr», schreibt der St.Galler Regierungsrat in einer Mitteilung der CVP. Ausserdem sei die Kleine Kammer jener Ort, wo in schwierigen Situationen Kompromisse und Lösungen entwickelt würden.

Der CVP-Politiker und Jurist aus Rapperswil-Jona verfügt über bald 20 Jahre Exekutiverfahrung. Er war Stadtpräsident seines Wohnorts und wurde 2010 in die St.Galler Regierung gewählt. Dort war er zuerst Volkswirtschaftsdirektor und leitet derzeit das Finanzdepartement.

Zudem präsidiert er die Konferenz der Kantonsregierungen. Durch dieses Amt wisse er, wie die Netzwerke in Bern funktionieren, schreibt er. «Ich weiss, wie man parteiübergreifend zu tragfähigen und guten Ergebnissen kommt, und habe Erfahrung mit komplexen Verhandlungen.» 

Ausserdem fühle er sich mit 50-Jahren geistig und körperlich fit und deshalb käme der Zeitpunkt für eine berufliche Neuausrichtung gerade richtig. Zusätzlich mit seinen politischen Erfahrungen fühle er sich für das Amt im Ständerat bereit.

St.Galler Regierungsrat Benedikt Würth im Gespräch mit RADIO TOP:

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Weiter schreibt der St.Galler Regierungsrat Benedikt Würth, er kenne den Kanton St.Gallen und seine Regionen in- und auswendig. Zudem erfahre er immer wieder die Anliegen und Sorgen der Bevölkerung. «Diese Bodenhaftung lässt mich die richtigen Themen aufgreifen und ihnen in Bern zum Durchbruch zu verhelfen.»

Am 15. Dezember wird die CVP an einer Delegiertenversammlung entscheiden, wer für ihre Partei ins Rennen steigt. Bis zum 7. Januar müssen alle Wahlvorschläge für den zweiten offenen St.Galler Ständeratssitz gemeldet werden.

Um den Ständeratssitz von Karin-Keller-Sutter kommt es am 10. März zu einer Kampfwahl. Mit wem die FDP den Sitz verteidigen will, ist noch offen. Nationalrat Marcel Dobler (38) soll Interesse signalisiert haben, genannt werden auch Kantonsratspräsidentin Imelda Stadler und Kantonsrätin Susanne Vincenz-Stauffacher.

Erwartet wird auch eine Kandidatur der SVP, die bisher bei Ständeratswahlen im Kanton St.Gallen immer scheiterte, so 2011 mit Toni Brunner und 2015 mit Thomas Müller. Für die SVP ins Rennen steigen könnten Regierungsrat Stefan Kölliker oder Esther Friedli, die Lebenspartnerin von Noch-Nationalrat Toni Brunner.

Nicht auszuschliessen ist auch eine Kandidatur der Grünen. Die SP, die mit Paul Rechsteiner den zweiten St. Galler Ständeratssitz hält, dürfte im März kaum antreten. Der 66-jährige Rechsteiner will seinen Sitz bei den Gesamterneuerungswahlen im Herbst 2019 verteidigen.

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