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St.Galler Stadtpräsidentin kritisiert Krawalle aufs Schärfste

Nach der erneuten Krawallnacht in St.Gallen trat unter anderem die St.Galler Stadtpräsidentin Maria Pappa vor die Medien. Sie verurteilte die randalierenden Jugendlichen. Zeitgleich nahm sie andere junge Menschen in Schutz, die sich von den Krawallen klar distanzierten.

03.04.2021 / 19:00 / von: vsa/sda
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Die St.Galler Stadtpräsidentin Maria Pappa war in der Krawallnacht selbst in der Stadt unterwegs, um sich ein Bild der Lage zu machen. (Bild: keystone/Michel Canonica)

Die St.Galler Stadtpräsidentin Maria Pappa war in der Krawallnacht selbst in der Stadt unterwegs, um sich ein Bild der Lage zu machen. (Bild: keystone/Michel Canonica)

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Nach den Ausschreitungen zwischen Jugendlichen und der Polizei in St. Gallen vom Freitagabend hat Stadtpräsidentin Maria Pappa die Gewalt «einiger weniger Chaoten» verurteilt. St. Gallen dürfe nicht zum Ort von Jugendgewalt werden.

Sie hoffe, dass alle Gewalttäter zur Rechenschaft gezogen werden könnten, sagte Pappa an einer Medienkonferenz am Samstag. Es gelte hier «Null Toleranz». Man dürfe aber nicht alle Jugendlichen in einen Topf werfen. Die meisten hätten sich friedlich verhalten, viele Jugendliche hätten die Ausschreitungen verurteilt.

Pappa hatte am Freitagabend einen Augenschein auf dem Roten Platz zwischen Bahnhof und Altstadt genommen und dabei ein «kunterbuntes Publikum, vor allem Junge» angetroffen, wie sie ausführte. Später kam es am Rand der Altstadt und beim Bahnhof zu Ausschreitungen.

Ein Teil der 200 bis 300 versammelten Personen griff die Einsatzkräfte mit Flaschen, Knallkörpern und einem Molotowcocktail an. Die Polizei reagierte mit dem Einsatz von Gummischrot und Reizgas. 21 Personen wurden auf den Polizeiposten gebracht zwecks Abklärung von Straftaten.

Verhaftung und Wegweisungen

In den frühen Morgenstunden nahm die Polizei einen zur Verhaftung ausgeschriebenen 25-Jährigen fest. 33 Personen wurden polizeilich aus der Stadt weggewiesen. Bis Samstagmittag gingen sieben Anzeigen wegen Sachbeschädigungen im Umfang von total rund 50'000 Franken ein.

Stadtpolizeikommandant Ralph Hurni erklärte, die Polizei habe zuerst auf Dialog und präventive Präsenz gesetzt. Nachher kam es zur Eskalation. Bei den beiden verletzten Personen handle es sich nicht um Angehörige der Einsatzkräfte. Es sei gelungen, die Sachbeschädigungen in Grenzen zu halten. Trotzdem wurden Scheiben eingeschlagen und Velos angezündet.

Im Interview mit TELE TOP sprechen Oskar Seger, Parteipräsident der St.Galler FDP und Markus Mauchle, Co-Präsident der St.Galler Grünen über die Unruhen in der Stadt:

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Mark
am 03.04.2021 um 23:42
Von selbstkritik hört man da nix. Die Stadt war und ist mit der Situation überfordert. War das nötig einzugreifen auch wenn Verstösse festgestellt wurden? In den Städten Winterthur+Zürich haben sich an diversen Orten das vielfache an Personen getroffen die in der Stadt St. Gallen nicht tolleriert wurde. Warum ohne Ausschreitungen? Die Situaton wurde im Sinne des Friedens anders gehandabt bis jetzt im Kanton ZH. Wenn die grösseren Städte in der CH keine Eskalation möchten, müssen sie gewisse verhaltensweisen die nicht ganz Coronacomform sind wohl oder übel tolerieren. Oder auf Konfrontationskurs gehen. Dann ist St. Gallen überall...ich bin kein Coronaleugner und trage Maske wo angebracht