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St.Galler Ständeratswahl: Kopf-an-Kopf-Rennen zeichnet sich ab

Die zwei bisherigen Kandidaten Paul Rechsteiner (SP) und Benedikt Würth (CVP) liegen bei den Umfragen noch leicht in Front. Doch die Herausforderer Roland Rino Büchel (SVP) und Marcel Dobler (FDP) sind ihnen dicht auf den Fersen.

09.10.2019 / 07:20 / von: rwa/mco
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Die Kandidaten stellen sich vor. (Bild: Maximilian Comtesse)

Die Kandidaten stellen sich vor. (Bild: Maximilian Comtesse)

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Sieben Kandidaten duellieren sich im Kanton St.Gallen um zwei Ständeratssitze. RADIO TOP hat die Kandidaten zu einem Studio-Gespräch eingeladen.

Das Gespräch zum Nachhören:

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Die Kandidaten bringen sehr unterschiedliche Voraussetzungen für die Wahlen am 20. Oktober mit.

 

Paul Rechsteiner, SP (bisher)

Letztes Jahr hat Paul Rechsteiner sein Amt als Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes abgegeben. Obwohl der 67-Jährige nicht mehr der höchste Gewerkschafter des Landes ist, will er im Ständerat bleiben. Rechsteiner kann sich als SP-Politiker seit acht Jahren in einem konservativen Kanton wie St.Gallen im Ständerat halten. Dieses Jahr ist die bürgerliche Konkurrenz allerdings sehr stark. Es dürfte eine der schwierigsten Wahlen in Rechsteiners Karriere werden.

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Benedikt Würth, CVP (bisher)

Der St.Galler Finanzvorsteher ist erst im Mai in den Ständerat gewählt worden. Würth dürfte in allen politischen Lagern Stimmen abholen. Deshalb ist nicht zu erwarten, dass der ehemalige Stadtpräsident von Rapperswil-Jona bereits wieder abgewählt wird. Trotzdem dürfte es für den 51-Jährigen nicht bereits im ersten Wahlgang reichen.

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Roland Rino Büchel, SVP

Die SVP hat in den letzten Jahren immer wieder versucht im Kanton St.Gallen einen Ständeratssitz zu erobern. Nachdem Toni Brunner, Thomas Müller und zuletzt Mike Egger an dieser Aufgabe gescheitert sind, wagt sich Roland Rino Büchel in den Ring. Büchel ist seit neun Jahren im Nationalrat und hat sich vor allem auch einen Namen als FIFA-Kritiker gemacht. Zwar ist die SVP die klar stärkste Kraft im Kanton St.Gallen. Trotzdem dürfte die Wahl von Büchel daran scheitern, dass die SVP über die Parteigrenze hinaus kaum Stimmen holt.

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Marcel Dobler, FDP

Die St.Galler FDP hat ihre Ständerätin Karin Keller-Sutter an den Bundesrat verloren. Bei den Ersatzwahlen im März konnte Susanne Vincenz-Stauffacher den Sitz nicht verteidigen. Nun schickt die FDP mit Marcel Dobler einen bekannten Unternehmer ins Rennen. Dobler ist Mitgründer von Digitec und seit vier Jahren im Nationalrat. Aber auch Dobler dürfte Mühe haben, den Ständeratssitz für die FDP zurückzuerobern. Seine Chance wäre ein zweiter Wahlgang und ein Rückzug der SVP.

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Franziska Ryser, Grüne

Die Grünen reiten auf der Grünen Welle. Deshalb macht es durchaus Sinn, dass die Partei dieses Jahr mit Franziska Ryser bei der Ständeratswahl antritt. Die 28-Jährige ist allerdings vor allem in der Stadt St.Gallen bekannt. Dort ist sie seit einigen Jahren im Stadtparlament. Die Ständeratskandidatur dürfte Ryser vor allem helfen, einen Sitz im Nationalrat zu erobern. Dort ist ein Sitzgewinn für die Grünen durchaus möglich – im Ständerat allerdings nicht.

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Pietro Vernazza, GLP

Auch die Grünliberalen wollen bei den St.Galler Ständeratswahlen ein Wörtchen mitreden. Sie schicken den bekannten Arzt Pietro Vernazza ins Rennen. Der 63-Jährige hat keine politische Erfahrung. Der Chefarzt am St.Galler Kantonsspital hat sich vor allem einen Namen als HIV-Forscher gemacht. Ein Wahlsieg Vernazzas wäre eine gewaltige Überraschung.

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Norbert Feldmann, BDP

Auf den allerletzten Drücker hat sich Norbert Feldmann noch für die Ständeratswahl aufstellen lassen. Feldmann ist politisch ein unbeschriebenes Blatt. Er ist kaum bekannt. Trotzdem wagt sich der 53-jährige Unternehmer ins Ständeratsrennen. Die BDP ist im Kanton St.Gallen eher schwach und dürfte bei den Wahlen noch weitere Wähleranteile verlieren. Deshalb ist nicht davon auszugehen, dass Feldmann bei der Ständeratswahl konkurrenzfähig ist. Norbert Feldmann wurde zum Studio-Gespräch bei RADIO TOP eingeladen, war jedoch verhindert. 

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