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Strafanzeige gegen Organisator des Klimastreiks in St.Gallen

Ein Organisator des Klimastreiks in St.Gallen hat eine Strafanzeige am Hals. Er sei von der Stadtpolizei angezeigt worden. Dies, weil die Klimastreiker bei ihrer letzten Demonstration vor vier Wochen eine Kreuzung blockiert hatten.

19.06.2019 / 15:15 / von: mco
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Ein Klimastreiker wird zur Rechenschaft gezogen für eine Handlung von einem Kollektiv. (Symbolbild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

Ein Klimastreiker wird zur Rechenschaft gezogen für eine Handlung von einem Kollektiv. (Symbolbild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

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Kürzlich hat die Stadtpolizei St.Gallen als Folge der Blockade einer Kreuzung am Bahnhof Strafanzeige gegen den Veranstalter der Klimademonstration vom 24. Mai erstattet,  heisst es in einer Medienmitteilung des Kollektiv Klimastreik Ostschweiz. 

Nach Aussage des Klimastreik-Kollektiv hätten etwa 700 Klimastreiker den Kreisel lediglich für 15 Minuten blockiert. Dabei sei nichts kaputt gegangen. Das Klimastreik-Kollektiv kritisiert die Strafanzeige deshalb als unverhältnismässig.

Ebenfalls stören sich die Aktivisten daran, dass nur eine Person verzeigt wurde, obwohl der Entscheid den Kreisel zu blockieren in der Gruppe gefällt worden sei. 

Dem angezeigten Mitglied droht nun eine Busse. Das Klima-Streik-Kollektiv sammelt daher Spenden, um die Busse zu decken. Die Strafanzeige hält die Klimademonstrierenden jedoch nicht davon ab, weiter auf die Strasse zu gehen.

Klimademonstrierende erklären sich im Beitrag von RADIO TOP, wie sie mit einer Strafanzeige umgehen würden:

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Auch in anderen Städten haben die Organisatoren keine Angst vor einer Strafanzeige. Die Regionalgruppe Klimastreiks Schaffhausen hatte allerdings bisher noch keine Probleme mit der Polizei. Sie würden sich immer an die Vorschriften halten, bestätigt Gianluca Looser.

«Da eine verbotene Aktion immer im Kollektiv beschlossen wird, werden wir uns dafür einsetzen, dass der Organisator Probleme bekommt», so Looser weiter. Ähnlich tönt es bei den Organisatoren der Klimademonstrationen in Winterthur. «Die Klimademonstranten in der Schweiz sind zudem sehr gut auf so Fälle vorbereitet», sagt Caesar Anderegg.

Sie hätten juristische Personen die ihnen mit Rat zur Seite stehen würden. Bei allfälligen Bussen käme die Vereinigung der Klimademonstranten in der Schweiz dafür auf.

 

 

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