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Suche nach viertem Mann vom Canyon-Unglück in Vättis SG immer noch erfolglos

Nach dem Canyoning-Unglück in Vättis SG geht die Suche nach dem letzten Vermissten weiter. Sowohl am Freitagnachmittag als auch am Samstag waren kleine Teams der St.Galler Kantonspolizei im Einsatz. Die Suche blieb bisher jedoch erfolglos.

15.08.2020 / 17:06 / von: szw/sda
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Die Kantonspolizei St.Gallen sucht noch immer nach dem vierten Vermissten. (Archivbild: KEYSTONE/SDA GIAN EHRENZELLER)

Die Kantonspolizei St.Gallen sucht noch immer nach dem vierten Vermissten. (Archivbild: KEYSTONE/SDA GIAN EHRENZELLER)

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Nach dem Canyoning-Unglück vom Mittwoch hat die Kantonspolizei St.Gallen nur drei von vier Vermissten bergen können. Bis heute blieb die Suche der St.Galler Kantonspolizei nach dem vermissten Mann erfolglos.

Aufgrund des schlechten Wetters wurde die Suche zwischenzeitlich unterbrochen. Am Freitagnachmittag ist sie wieder aufgenommen worden. Zunächst habe ein Team das Gebiet vom Eingang der Parlitobelschlucht bis zum Gigerwald-Stausee durchkämmt, sagte der Sprecher der St.Galler Kantonspolizei, Florian Schneider, am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Zudem habe ein Helikopter den See überflogen und abgesucht.

Am Samstag stiegen erneut zwei Patrouillen hoch. Sie stellten fest, dass das Gelände in der Zwischenzeit durch Regenfälle und Gewitter stark verändert worden war, und suchten das Gebiet erneut ab, wie Schneider ausführte. Die Bemühungen blieben erfolglos und die Suche mit kleinen Teams wird fortgesetzt.

Bei dem Unglück waren am Mittwochabend vermutlich vier spanische Touristen ums Leben gekommen. Ein heftiges Gewitter war ihnen kurz nach 18 Uhr beim Canyoning in der engen und steilen Schlucht zum Verhängnis geworden. Sie wurden von Wassermassen und Geröll mitgerissen.

Drei Leichen wurden bei einer Suchaktion in der Einmündung des Stausees gefunden. Der vierte Mann wird noch vermisst. Laut Polizei dürfte auch er ums Leben gekommen sein. Die vier Verunglückten sind 30, 33, 38 und 48 Jahre alt und stammen aus Navarra (Spanien). Sie waren erfahrene Canyoning-Sportler.

Die Parlitobelschlucht ist ein für den Canyoning-Sport bekannter Ort. Ob die vier Spanier, die ohne Guide in die Schlucht stiegen, die Gefahr hätten vorhersehen können, ist noch offen. Ihre zwei Begleiterinnen waren zu Fuss ins Tal zurückgekehrt und hatten die Rettungskräfte alarmiert.

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