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Tests von Robotern für Altenbetreuung in der Ostschweiz

Der Schweiz fehlen in Zukunft zehntausende Pfleger. Um die Situation etwas zu entlasten, sollen Roboter das Pflegepersonal bei ihrer Arbeit unterstützen. Ein solcher wird nun in Rorschach getestet.

12.08.2020 / 12:15 / von: rme
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In Rorschach werden verschiedene Roboter getestet. Der Roboter mit dem Greifarm Namens Leo ist dabei vielseitig einsetzbar. (Bild: Fachhochschule Graubünden)

In Rorschach werden verschiedene Roboter getestet. Der Roboter mit dem Greifarm Namens Leo ist dabei vielseitig einsetzbar. (Bild: Fachhochschule Graubünden)

In einer Industriehalle in Rorschach wurde ein Grundriss des Alters- und Pflegeheims Haus VIVA in Altstätten nachgebaut. (Bild: Fachhochschule Graubünden)

In einer Industriehalle in Rorschach wurde ein Grundriss des Alters- und Pflegeheims Haus VIVA in Altstätten nachgebaut. (Bild: Fachhochschule Graubünden)

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Bis in zehn Jahren fehlen der über 65'000 Pflegefachpersonen. Dies zeigen Zahlen der Dachorganisation der Arbeitswelt Gesundheit OdaSanté. Damit diesem Mangel etwas entgegengewirkt werden kann, sollen Roboter das Pflegepersonal bei ihrer Arbeit unterstützen. Zusammen mit einer Roboterfirma aus Opfikon entwickeln die Fachhochschulen St.Gallen und Graubünden und die Universität St.Gallen einen Serviceroboter.

Dieser soll in Zukunft einfache Arbeiten in Alters- und Pflegeheimen übernehmen. Das heisst, der Roboter pflegt keine Personen, sondern unterhält sie beispielsweise. So kann der Roboter Musik abspielen, Witze erzählen oder mit den älteren Menschen Gymnastikübungen machen.

Dabei macht der Roboter die Übung vor. Zudem erkennt er, wenn die Person gegenüber nicht mitmacht. Dabei kann der Roboter die Person motivieren, wieder mitzumachen. Er kann aber auch die Menschen aus dem Zimmer führen und sie zum Beispiel in den Essraum begleiten.

Der Beginn der Testphase im Beitrag von RADIO TOP:

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Zum Einsatz kommen soll der Roboter schlussendlich im Alters- und Pflegeheim Haus VIVA in Altstätten. Getestet wird der Roboter Namens Leo aber nun zuerst in einer Industriehalle in Rorschach. Dort wurde ein Stockwerk des Alters- und Pflegeheims nachgebaut.

Mit Schaltafeln wurde der Grundriss nachgebildet. Die Bretter sind ca. 50 Zentimeter hoch, damit die Verantwortlichen die exakten Abläufe des Roboters nachvollziehen können. In der ersten Testphase wird jedoch nicht bereits mit den Bewohnern des Haus VIVA getestet. Denn der Roboter könnte noch Kinderkrankheiten aufweisen.

In der zweiten Testphase ab Oktober werden die Mitarbeiter des Alters- und Pflegeheims als Tester eingesetzt. In der dritten Testphase gegen Ende Jahr sollen dann auch die Bewohner zum Einsatz kommen.

Wenn alles optimal läuft, soll der Roboter ab dem nächsten Jahr in Altstätten eingesetzt werden. Das Projekt wird von der Innovationsförderung des Bundes unterstützt.

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TeleTop-Online-Leserin
am 14.08.2020 um 12:20
Traurig, dass es so weit kommen wird, dass betagte Menschen mit Robotern "reden" sollen. Aber immerhin etwas. Den Mangel an Pflegenden wird man so allerdings nicht beheben. Die absehbare Entwicklung wurde von der Politik verschlafen. Nun braucht es andere und bessere Ideen. Vor allem noch bessere Arbeitsbedingungen und den erleichterten Quereinstieg.