Pull down to refresh...
zurück

Unfall in der Thur: Keine Überlebenschancen für Vermisste

Die Kantonspolizei St.Gallen hat am Montagvormittag über die Umstände des Unfalls bei einem Wasserfall in Henau SG informiert. Für die seit Sonntagabend vermissten Personen besteht laut Kantonspolizei keine Hoffnung mehr.

06.07.2020 / 10:50 / von: mle/sda
Seite drucken Kommentare
0
Für die seit Sonntagabend vermissten Personen besteht laut Kantonspolizei St.Gallen keine Hoffnung mehr. (Bild: RADIO TOP/Céline Greising)

Für die seit Sonntagabend vermissten Personen besteht laut Kantonspolizei St.Gallen keine Hoffnung mehr. (Bild: RADIO TOP/Céline Greising)

Am Sonntag sind zwei Personen beim Überqueren der Thur bei Henau SG vom Wasser mitgerissen worden und seither nicht mehr aufgetaucht. (Bild: brknews.ch/Beat Kälin)

Am Sonntag sind zwei Personen beim Überqueren der Thur bei Henau SG vom Wasser mitgerissen worden und seither nicht mehr aufgetaucht. (Bild: brknews.ch/Beat Kälin)

Die Polizei hat am Sonntag bis Mitternacht nach den Vermissten gesucht. (Bild: brknews.ch/Beat Kälin)

Die Polizei hat am Sonntag bis Mitternacht nach den Vermissten gesucht. (Bild: brknews.ch/Beat Kälin)

(Bild: brknews.ch/Beat Kälin)

(Bild: brknews.ch/Beat Kälin)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Ein 30-jähriger Polizist und eine 26-jährige Frau sind am Sonntagabend beim Baden in der Thur bei Henau SG über einen Wasserfall gestürzt und verschwunden. Laut Polizei besteht keine Hoffnung mehr, dass sie lebend gerettet werden.

Der tragische Unfall ereignete sich am Sonntag gegen 19 Uhr bei der Brübacher Brücke in Henau. Der Mann und die Frau hatten sich rund 30 Meter oberhalb des Wasserfalls im hüfttiefen Wasser bewegt. Dabei wurden sie vom Wasser mitgerissen und stürzten über den etwa vier Meter hohen Wasserfall.

«Wir gehen davon aus, dass das Wasser die beiden Körper niederdrückt», erklärte Polizeisprecher Hanspeter Krüsi am Montag in der Nähe der Unfallstelle. Das Wasser fliesse dort mit etwa 48 Kubikmetern pro Sekunde, und der Wasserdruck betrage über 40 Tonnen. Dies mache die Suche nach den Vermissten sehr schwierig.

Im Interview mit RADIO TOP erklärt Hanspeter Krüsi von der Kantonspolizei St.Gallen das weitere Vorgehen der Rettungskräfte:

audio

Gegen 100 Retter im Einsatz

Leider bestehe keine Hoffnung, dass die beiden Personen lebend gerettet werden, sagte Krüsi. «Wir sind tief betroffen.» Seit Sonntagabend hatten gegen 100 Helfer aller Rettungsorganisationen nach dem Mann und der Frau gesucht. Im Einsatz standen auch speziell ausgebildete Flussretter der Thurgauer Kantonspolizei.

Um etwa Mitternacht wurde die Suchaktion ergebnislos unterbrochen. Die Polizei und die Feuerwehr sperrten die Brücke zwischen Brübach und Henau. Am Montagmorgen setzten die Rettungskräfte die Suche fort. Nun soll oberhalb der Unfallstelle mit Fels- und Steinbrocken ein Keil gesetzt werden, um den Wasserdruck zu mindern.

Dies könne noch einen oder mehrere Tage in Anspruch nehmen, sagte Krüsi. Ein Care-Team kümmert sich um die psychologische Betreuung der Angehörigen der beiden Vermissten und der Helferinnen und Helfer, die an der Suche beteiligt sind.

Beliebter Badeplatz

Laut Auskunft von ortskundigen Personen hat die Thur derzeit einen normalen Wasserstand. Der Bereich oberhalb des Wasserfalls sei ein beliebter Badeplatz. Die Gefährlichkeit des Wasserfalls sei bekannt, es habe dort auch schon früher Unfälle gegeben.

Laut Kantonspolizei hatten die beiden Vermissten bei schönem Wetter zusammen mit weiteren Personen in der Thur gebadet. Drei Personen querten den Fluss oberhalb des Wasserfalls. Dabei wurden die Frau und der Mann von der Strömung mitgerissen, so dass sie in den Wasserfall gerieten.

Im Beitrag von TELE TOP klärt der Sprecher der Kantonspolizei St.Gallen über den Unfall auf:

video

Beitrag erfassen

Keine Kommentare