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Unisex-Garderoben bei der Feuerwehr sorgen für Ärger

Im Ostschweizer Feuerwehrausbildungszentrum (OFA) in Bernhardzell SG müssen sich Frauen und Männer in der gleichen Garderobe umziehen. Das sorgt für Unmut.

20.11.2020 / 07:40 / von: mle
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Im Ostschweizer Feuerwehrausbildungszentrum (OFA) in Bernhardzell SG müssen sich Frauen und Männer in der gleichen Garderobe umziehen. (Symbolbild: Pixabay.com/blickpixel)

Im Ostschweizer Feuerwehrausbildungszentrum (OFA) in Bernhardzell SG müssen sich Frauen und Männer in der gleichen Garderobe umziehen. (Symbolbild: Pixabay.com/blickpixel)

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Im Ostschweizer Feuerwehrausbildungszentrum (OFA) in Bernhardzell SG sorgt eine Unisex-Garderobe für rote Köpfe. Die angehenden Feuerwehrfrauen müssen sich laut dem «St.Galler Tagblatt» mit den männlichen Kollegen in der gleichen Garderobe umziehen.

Als sich eine Feuerwehrfrau beim Leiter beschwerte, stiess sie laut der Zeitung auf wenig Verständnis. Er soll ihr gesagt haben, dass sie sich auf der Toilette umziehen soll. Der Leiter hingegen streitet dies ab. Man sei bemüht, dass sich die Feuerwehrfrauen und -männer wohl fühlen würden.

Unisex-Garderoben seien die Norm, beteuert die Gebäudeversicherung St.Gallen, die Schirmherrin der OFA. Auch in den Feuerwehrdepots würde keine Geschlechtertrennung stattfinden. Bei den geschlechtergetrennten Gemeinschaftsduschen hingegen gebe es separate Garderoben. In den Unisex-Garderoben würde man sich in der Regel ohnehin nicht bis auf die Unterhosen ausziehen.

Eine Feuerwehrfrau, die das OFA gut kennen soll, kontert jedoch: Aus Hygienegründen müsse man die Brandschutzkleidung in den Unisex-Garderoben ausziehen. Eine Benutzung der getrennten Garderoben sei ausserdem zu umständlich.

Der Frauenanteil in der Feuerwehr steigt zwar, Frauen sind mit schweizweit 10,3 Prozent aber noch immer deutlich untervertreten. Das Ostschweizer Feuerwehrausbildungszentrum in Bernhardzell wird von Feuerwehrleuten nicht zum ersten Mal kritisiert. 

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