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Unterstützung für St.Galler Kulturbetriebe bis Ende 2021

Im Kanton St.Gallen bleibt das Tanzverbot aufgrund der epidemiologischen Lage bestehen. Grossveranstaltungen sind möglich, sofern die Veranstalter über ein geeignetes Schutzkonzept verfügen und dieses vom Gesundheitsdepartement geprüft wurde. Die Regierung empfiehlt den Gemeinden, in Schulhäusern für Erwachsene eine Maskenpflicht einzuführen.

20.10.2020 / 13:11 / von: mle/sda
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Die St.Galler Regierung hat am Dienstag über die weiteren Massnahmen informiert. (Bild: RADIO TOP/Lara Pecorino)

Die St.Galler Regierung hat am Dienstag über die weiteren Massnahmen informiert. (Bild: RADIO TOP/Lara Pecorino)

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St.Galler Kulturunternehmen können neu zusätzlich zu Ausfallentschädigungen auch Beiträge für Transformations-Projekte erhalten, mit denen sie sich an die veränderten Verhältnisse anpassen. Dies hat die Regierung am Dienstag mitgeteilt.

Es sei der Regierung bewusst, dass das Tanzverbot und die Pflicht, in den Lokalen sitzend zu konsumieren, einschneidende Massnahmen seien, erklärte Regierungsrätin Laura Bucher (SP) an der Medienkonferenz. Die Regierung habe entschieden, dass das Amt für Kultur auf Gesuch hin weiterhin Finanzhilfen an Kulturunternehmen leisten könne.

Der im Frühjahr gesprochene Kredit von 22,8 Millionen Franken - je zur Hälfte vom Bund und vom Kanton finanziert - stehe bis Ende 2021 zur Verfügung. Bis jetzt hätten Kulturunternehmen und Kulturschaffende knapp ein Drittel dieses Kredits in Anspruch genommen. Neu sind laut Bucher künftig auch Buch- und Musikverlage sowie Projekte von Buchhandlungen und Galerien anspruchsberechtigt.

Kulturunternehmen können zudem weiterhin Kurzarbeits-Entschädigungen beantragen. Als Kurzarbeit gelten auch Arbeitsausfälle, die auf behördliche Massnahmen oder andere, vom Willen des Arbeitgebers unabhängige Umstände zurückzuführen sind.

Details zur Unterstützung der Kulturunternehmen, im Beitrag von RADIO TOP:

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Maskenempfehlung für Erwachsene an St.Galler Volksschulen

In den St.Galler Volksschulen sollen Erwachsene auf den Verkehrsflächen - nicht in den Schulzimmern - Masken tragen. Dies empfiehlt die Regierung den Gemeinden. Grossveranstaltungen - Spiele des FC St.Gallen und der Rapperswil-Jona Lakers - bleiben weiter möglich.

Regierungspräsident Bruno Damann (CVP) informierte am Dienstag über die angepassten Massnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus. Die Regierung setze im wesentlichen auf die vom Bund erlassenen neuen Bestimmungen, wie einer allgemeinen Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen.

«Der Bundesrat und wir glauben, dass wir mit diesen Massnahmen das Virus stärker bändigen können», sagte Damann. Von der Maskenempfehlung für die Volksschulen ausgenommen sind die Schülerinnen und Schüler. Für Mittelschulen und Berufsfachschulen gilt seit Anfang Woche eine Maskenpflicht auf den Verkehrsflächen.

Grossveranstaltungen bleiben in St.Gallen weiterhin möglich. Gemäss aktuellen Daten habe sich bis jetzt keine Person an einer Grossveranstaltung mit dem Coronavirus angesteckt, hiess es. Der FC St.Gallen und die Rapperswil-Jona Lakers hätten strenge Schutzkonzepte, die vom Kanton geprüft wurden.

Bestehen bleibt das das vergangene Woche verfügte Tanzverbot. Daten aus dem Contact Tracing zeigten, dass sich viele Personen in Clubs ansteckten. Beim Tanzen bestehe eine erhöhte Ansteckungsgefahr, hiess es an der Medienkonferenz.

St. Galler Spitäler sind normal ausgelastet

Im Kanton St.Gallen befinden sich aktuell 55 Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, in Spitalpflege. Die Kapazitäten seien ausreichend, auch bei den Beatmungsplätzen, sagte die St. Galler Kantonsärztin Danuta Zemp.

Im Kanton St.Gallen seien zurzeit alle Wahlkreise Corona-Risikogebiete, sagte die Kantonsärztin. In der letzten Woche gab es durchschnittlich 140 neue Fälle pro Tag. 50 Prozent der Fälle könnten zurückverfolgt werden, so Zemp. Die meisten Erkrankten würden sich in der Familie anstecken, bei Hochzeiten oder Geburtstagen. Es seien alle Altersgruppen betroffen. Der Schwerpunkt liege bei den 20- bis 30-Jährigen.

Ältere Menschen seien weniger betroffen. Zurzeit gebe es in fünf Heimen Bewohnende und Personal, die mit dem Coronavirus infiziert seien. Die Schutzkonzepte der Einrichtungen würden laufend angepasst.

Jeden Tag rund tausend Tests

In den St.Galler Spitälern befinden sich aktuell 55 Covid-19-Patienten. Zehn Personen sind auf der Intensivstation, davon werden vier beatmet. Vor allem Menschen zwischen 70 und 80 Jahren befänden sich laut Zemp wegen einer Covid-19-Erkrankung in Spitalpflege.

Die Situation sei unter Kontrolle. Zusammen mit den Spitälern sei ein Plan erstellt worden, nach welchem Spitalbetten für Covid-19-Patienten freigeschaufelt werden können. «Die Spitäler sind normal ausgelastet», betont Danuta Zemp.

Ein Schwerpunkt bei der Bekämpfung der Pandemie sei das Testen. Im Kanton St.Gallen werden täglich tausend bis 1'200 Test durchgeführt. Die Positivitätsrate im 7-Tage-Schnitt liegt aktuell bei 20 Prozent. «Tendenz steigend», so Zemp.

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