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Verfahren gegen Innerrhoder Jagdverwalter eingestellt

Das Strafverfahren gegen den Innerrhoder Jagdverwalter Ueli Nef ist eingestellt worden. Gegen ihn hatten Jäger massive Vorwürfe - etwa Tierquälerei und Amtsmissbrauch - erhoben. Eine externe Untersuchung durch einen Zürcher Anwalt ergab, dass die Vorwürfe unbegründet sind. Nun kam nach einer Strafanzeige auch ein ausserordentlicher Staatsanwalt zum gleichen Schluss.

12.08.2022 / 12:56 / von: ame/sda
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Der Innerrhoder Jagdverwalter Ueli Nef ist entlastet worden. (Symbolbild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Der Innerrhoder Jagdverwalter Ueli Nef ist entlastet worden. (Symbolbild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

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Zwei Jäger aus dem Kanton Appenzell Innerrhoden erhoben gegen Ueli Nef massive Vorwürfe und reichten Ende August 2021 eine Strafanzeige gegen ihn ein. Bereits zuvor setzte die Regierung für die Klärung des Streits einen externen Gutachter ein, der den Jagdverwalter jedoch entlastete.

Um die Strafanzeige kümmerte sich deshalb ein ausserordentlicher Staatsanwalt in Chur. Dieser war am Freitag für Keystone-SDA nicht erreichbar. Der leitende Innerrhoder Staatsanwalt Damian Dürr bestätigte der Nachrichtenagentur jedoch den Versand der entsprechenden Einstellungsverfügung.

Er gab jedoch zu Bedenken, dass die Einstellung des Verfahrens noch nicht rechtskräftig sei. Während zehn Tagen nach dem Versand können sämtliche Beteiligten Beschwerde ergreifen. Nach Angaben von Nef hat der Versand am 10. August stattgefunden.

Die Regierung des Kantons Appenzell Innerrhoden sprach in einer eigenen Mitteilung am Freitag dem Jagdverwalter erneut das Vertrauen aus. Nef zeigte sich in einer E-Mail vom Freitag erleichtert und sah sich darin bestätigt, dass sich die gegen ihn erhobenen Vorwürfe allesamt als haltlos erwiesen hätten. Er hoffe nun, dass die «persönlich und das Amt belastende» Angelegenheit ad acta gelegt werden könne.

Baudirektor bereits entlastet

Bereits Ende März 2022 stellte der ausserordentliche Staatsanwalt ein Verfahren gegen den Innerrhoder Baudirektor Ruedi Ulmann ein. Ihm wurde von den Jägern vorgeworfen, ohne Bewilligung im Jagdbanngebiet gejagt zu haben. Ausserdem soll eine von der Standeskommission in Auftrag gegebene externe Untersuchung des Jäger-Streits nicht neutral gewesen sein. Ulmann bestritt die Vorwürfe ebenfalls.

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