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Prostituierte dürfen in Zürich neu auch in Wohnquartieren tätig sein

Seit Montag haben Prostituierte in der Stadt Zürich mehr Möglichkeiten, ihre Dienstleistung anzubieten. Neu dürfen sie auch in Wohnzonen mit über 50 Prozent Wohnanteil tätig sein.

06.01.2020 / 15:36 / von: sda/vsa
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Bei Kleinst-Salons handelt es sich um maximal zwei Räume, in denen nicht mehr als zwei Prostituierte arbeiten dürfen. (Symbolbild: pixabay.com)

Bei Kleinst-Salons handelt es sich um maximal zwei Räume, in denen nicht mehr als zwei Prostituierte arbeiten dürfen. (Symbolbild: pixabay.com)

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Prostituierte haben in der Stadt Zürich seit Montag mehr Spielraum bei der Standortwahl für ihr Gewerbe. Ab sofort werden Kleinst-Salons auch in Wohnzonen mit über 50 Prozent Wohnanteil zugelassen. Dafür wurde die Bau- und Zonenordnung (BZO) angepasst. 

Ab Montag wird umgesetzt, was schon vor rund einem Jahr beschlossen wurde.

Bei Kleinst-Salons handelt es sich um maximal zwei Räume, in denen nicht mehr als zwei Prostituierte arbeiten dürfen. Im Februar 2019 hatte das Stadtparlament eine entsprechende Änderung der BZO beschlossen.

Der Gemeinderat zeigte sich damals überzeugt, dass Prostituierte in Kleinst-Salons besser vor Zwangsprostitution und Ausbeutung geschützt sind. Der Stadtrat gab jedoch zu bedenken, dass eine Verbreitung dieses Gewerbes die Wohnbevölkerung beeinträchtigen könnte. Insbesondere dann, wenn mehrere Salons in ein Haus zögen.

Beim Erteilen der Bewilligungen will die Stadt deshalb darauf achten, dass der jeweilige Wohnanteil eingehalten und der Gewerbeanteil nicht überschritten wird. Die Kleinst-Salons benötigen weiterhin eine Baubewilligung.

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