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Vorwürfe gegen ehemaligen St.Galler Kantonsrat wegen sexueller Belästigung bestätigt

Im April 2019 ist ein ehemaliger St.Galler Kantonsrat und Kantonspolizist wegen sexueller Belästigung angezeigt worden. Er hat sich in der Zwischenzeit aussergerichtlich mit seinen Opfern geeinigt.

05.08.2020 / 09:45 / von: sfa
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Der Mann war auch für die Kantonspolizei tätig. (Symbolbild: Keystone/Kapo SG)

Der Mann war auch für die Kantonspolizei tätig. (Symbolbild: Keystone/Kapo SG)

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Im April 2019 wurde gegen einen Kantonsrat und Kantonspolizisten aus Oberriet im St.Galler Rheintal eine Strafanzeige wegen sexueller Belästigung eingereicht. Der Mann soll mit drei Arbeitskolleginnen – also Kantonspolizistinnen – sexuelle Handlungen gegen deren Willen vorgenommen haben.

Der Beschuldigte trat nach Bekanntwerden der Anzeige sofort von seinem Amt als Kantonsrat zurück. Der Mann wurde 2004 in den St.Galler Kantonsrat gewählt. Er präsidierte die Berufsschulkommission, war Präsident eines Ostschweizer Sportverbands und der Betriebskommission eines Kinderheims. Er kündigte auch seinen Job bei der Kantonspolizei. Vor Gericht kommt er nun aber nicht, wie die St.Galler Staatsanwaltschaft mitteilt: Täter und Opfer haben sich demnach aussergerichtlich geeinigt. Die Einstellung des Verfahrens ist inzwischen rechtskräftig.

Wieso Opfer einen aussergerichtlichen Vergleich als Lösung wählen, im Beitrag von RADIO TOP:

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Die Untersuchung der Staatsanwaltschaft habe die Vorwürfe gegen den Mann aber bestätigt. Er ist ausserdem geständig. Er räumte ein, Grenzen überschritten zu haben und ist sich seines Fehlverhaltens bewusst, schreibt die Staatsanwaltschaft.

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