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«Wir hoffen wirklich, dass die Schulen offen bleiben können»

Lehrerinnen und Lehrer rüsten sich langsam aber sicher wieder für allfällige Schulschliessungen aufgrund der steigenden Corona-Fallzahlen. Trotzdem wollen sie diese aber mit allen Mitteln verhindern.

26.10.2020 / 17:37 / von: abl
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Lehrerinnen und Lehrer rüsten sich bereits wieder für den Fernunterricht. (Bild: KEYSTONE/TI-PRESS/SAMUEL GOLAY)

Lehrerinnen und Lehrer rüsten sich bereits wieder für den Fernunterricht. (Bild: KEYSTONE/TI-PRESS/SAMUEL GOLAY)

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Die Corona-Fallzahlen in der Schweiz steigen seit mehreren Wochen drastisch an. Mehrere Kantone haben in den letzten beiden Wochen ihre Massnahmen massiv verschärft, darunter auch der Kanton Appenzell Innerrhoden, der beispielsweise Kontaktsportarten und Singen in den Schulen verbietet. Übermorgen Mittwoch will der Bundesrat über allfällige flächendeckende Massnahmen informieren. Möglich wäre unter anderem, den Präsenzunterricht in den Schulen wieder einzuschränken, oder ganz auszusetzen.

Wie sich Lehrerinnen und Lehrer aus Region für dieses Szenario vorbereiten, im Beitrag von RADIO TOP:

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In den Schulen laufen bereits wieder Vorbereitungen für diesen Fall, erklärt Patrick Keller, Co-Präsident des kantonalen Lehrerverbandes St.Gallen: «Etwa auf Sekundarstufe bereiten wir die Schülerinnen und Schüler auf den Unterricht mit Laptops vor. Gerade bei den tieferen Stufen, etwa in der Primarschule, sind es vor allem die Lehrpersonen, die sich vorbereiten.»

Sie würden beispielsweise bereits jetzt Konzepte vorbereiten, wie gewisse Inhalte auch per Fernunterricht vermittelt werden könnten. Ausserdem werden gewisse Elemente des Fernunterrichts im Frühling bereits jetzt zum Teil wieder schleichend in den Unterricht eingebaut, erklärt der Präsident des Zürcher Lehrerverbandes, Christian Hugi: «Wir zeigen den Kindern noch einmal, wie sie sich bei bestimmten Plattformen einloggen können, oder nutzen diese direkt im Präsenzunterricht.»

Allerdings wäre ein erneutes Umstellen auf den Fernunterricht das «Worst-Case-Szenario», betonen beide. Der Frühling habe gezeigt, dass dieser keine Chancengleichheit unter den Schülern biete und es vielen Kindern schwerfalle, nicht «abzuhängen». Nichts könne den Präsenzunterricht wirklich ersetzen, betont Hugi. Deshalb sei es wichtig, flächendeckende Schulschliessungen so lange wie möglich zu vermeiden.

Ähnlich klingt es bei Anne Varenne, Präsidentin von Bildung Thurgau und damit Präsidentin der Lehrerinnen und Lehrer des Kantons Thurgau: «Stand jetzt rechnen wir eigentlich damit, dass wir den Unterricht wie gehabt weiterführen können.» Wichtig sei, Massnahmen zu ergreifen, die an den richtigen Orten ansetzen, so Varenne. «Und wir wollen klare Regeln für die Schulen, denn diese wurde bisher vom Bund immer etwas vergessen».

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