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Organisatoren der Urnäscher Corona-Demo angezeigt

Am Samstag fanden in Urnäsch AR und Bern Corona-Demos statt. Kundgebende demonstrierten gegen die Corona-Politik des Bundesrates.

15.05.2021 / 18:25 / von: jmi/sda
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In Urnäsch AR findet eine Corona-Kundgebung mit Massnahmenkritiker und Trychler. Die Kantonspolizei Appenzell Ausserhoden lässt die Demonstranten gewähren. (Bild: twitter.com/element)

In Urnäsch AR findet eine Corona-Kundgebung mit Massnahmenkritiker und Trychler. Die Kantonspolizei Appenzell Ausserhoden lässt die Demonstranten gewähren. (Bild: twitter.com/element)

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Gegner der Corona-Schutzmassnahmen haben es am Samstagnachmittag in Bern nicht geschafft, für mehr Freiheit zu demonstrieren. Die Berner Kantonspolizei ging konsequent gegen Demonstrationswillige vor.

Wie sie nach dem Einsatz auf dem Kurnachrichtendienst Twitter bekanntgab, wurden über hundert Personen weggewiesen. Es werde auch zu Anzeigen kommen, hiess es weiter im Tweet.

Die von der Polizei weggewiesenen Personen versammelten sich nach Mittag in der Umgebung des Bundesplatzes, den die Polizei weiträumig abgesperrt hatte. Dort weigerte sich ein Teil der Anwesenden, die Örtlichkeit zu verlassen. Die Polizei hatte per Lautsprecher dazu aufgerufen. Etwa zwanzig Personen wurden deshalb eingekesselt und danach kontrolliert.

Die Polizei war mit einem Grossaufgebot präsent. Zum Einsatz kamen Kastenwagen mit an der Front befestigten Gittern. Auch ein Wasserwerfer stand auf dem Bundesplatz bereit.

Die Stadt Bern hatte die Organisatoren dazu aufgerufen, auf die unbewilligte Kundgebung zu verzichten. Es gehe nicht, ohne verbindliches Schutzkonzept zu Demonstrationen aufzurufen und damit grosse Menschenansammlungen zu provozieren. Die Stadtregierung gab der Polizei den Auftrag, gegen Demonstrationen vorzugehen, bei denen die Maskenpflicht missachtet und die Abstände nicht eingehalten werden.

Die Kundgebung war in den Sozialen Medien als Teil einer «World Wide Rally for Freedom» angekündigt worden, also als Teil einer weltweiten Freiheitskundgebung.

Im Kanton Appenzell Ausserrhoden haben sich am Samstag mehrere hundert Kritiker der Corona-Massnahmen zu einer unbewilligten Demonstration versammelt. In Urnäsch setzte sich ein Umzug mit Trychler-Gruppen am frühen Nachmittag durch den Ort in Bewegung. Zahlreiche Schaulustige säumten den Strassenrand.

Es hätten sich ab 13 Uhr zunächst rund zweihundert Personen versammelt, sagte Marcel Wehrlin, Mediensprecher der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden, auf Anfrage von RADIO TOP. Mit der Zeit sei die Teilnehmermenge auf mehrere hundert angewachsen, «möglicherweise über 500».

Die Demonstrantinnen und Demonstranten versammelten sich im Dorfzentrum und zogen in zwei Schleifen durch das Dorf. Dazwischen drängte sich die Menge vor einer Gastwirtschaft in einer Strasse neben dem Dorfplatz.

Dort mutierte der Protest in ein Volksfest mit Wurst, Bier und Ländlermusik. Höhepunkte waren spontane Jodelständchen, gehalten von verschiedenen Teilnehmern, und viel Glockengeläut. Masken trug trotz einigem Gedränge niemand, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort beobachtete. Einzelne Menschen umarmten sich.

Die Kundgebungsteilnehmer führten Schweizerfahnen, Kantonsflaggen sowie Spruchbänder mit sich. «Wir sind Menschen, keine Personen» stand darauf - oder auch «Achtung Diktatur».

Die Protestierenden lehnten unter anderem Impfungen ab und warben für ein «nein» zum Covid-19-Gesetz am 13. Juni. Die Stimmung war stets auffallend friedlich und entspannt. Gegen 16 Uhr begann sich die Kundgebung aufzulösen.

Spontanem Aufruf gefolgt

Die Demonstrantinnen und Demonstranten waren einem spontanen Aufruf gefolgt, wie von ihnen vor Ort zu erfahren war. Das bestätigte auch die Polizei. Die Demonstration sei weder bewilligt gewesen, noch sei ein Bewilligungsgesuch eingegangen.

«Die Kundgebung löst sich langsam auf. Sie ist friedlich verlaufen. Die Polizei hat den Dialog mit den Verantwortlichen gesucht», wie Marcel Wehrlin, Mediensprecher der Kantonspolizei Appenzell Ausserhoden gegenüber RADIO TOP bestätigt. Die Veranstalter der Demonstration müssen trotzdem mit einer Anzeige rechnen. Dies weil sie gegen die Covid-19 Verordnung verstossen haben.

Am nächsten Samstag sei eine Corona-Kundgebung in Neuenburg geplant, diese soll von der Stadt bewilligt worden sein.

Meldung wird laufend ergänzt

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macchiavelli
am 15.05.2021 um 19:40
super, könnte nicht besser sein....was ich in Bern gesehen habe, 20 Demonstranten und hunderte von shoppern on der gasse....
Abra91
am 15.05.2021 um 15:54
In Urnäsch ein schöner Alpaufzug - das BestePlakat 5xNEIN!