Pull down to refresh...
zurück

Zweite Chance für Bencic

Zwei ausgeschieden, zwei auf morgen verschoben - so lautet die Schweizer Bilanz nach dem ersten Tag in Wimbledon. Belinda Bencic darf nach klarem Rückstand noch hoffen.

28.06.2022 / 06:18 / von: sda/rpf
Seite drucken Kommentare
0
Wegen Dunkelheit wurde das Spiel von Belinda Bencic unterbrochen. (Bild: KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Wegen Dunkelheit wurde das Spiel von Belinda Bencic unterbrochen. (Bild: KEYSTONE/Peter Klaunzer)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Belinda Bencic liebt Wimbledon und die Rasenplätze, seit sie im Südwesten Londons vor neun Jahren das Juniorenturnier gewonnen hat. Und dennoch findet die Olympiasiegerin im Tennismekka das Glück einfach nicht mehr. Immer wieder muss sie Enttäuschungen verkraften. Am Montag vermied sie eine solche in extremis.

Vor acht Tagen war sie im Final des Rasenturniers in Berlin ausgerutscht, hatte sich am Fuss verletzt und aufgeben müssen. Zwar war nichts gebrochen oder gerissen, dennoch wurde der Start in Wimbledon zum Wettlauf gegen die Zeit. Für den Start reichte es zwar, aber um zu hundert Prozent bereit zu sein nicht.

So konnte Bencic nach ansprechendem Start und einer 4:2-Führung nicht verbergen, dass sie in ihrer Mobilität eingeschränkt war. Die Chinesin Wang Qiang (WTA 140) nützte dies zu acht Spielgewinnen in Folge und ging 6:4, 4:0 und dann 5:1 in Führung. Im Kopf war Bencic aber voll da und kämpfte sich heroisch aus der Bredouille. Mit sechs gewonnenen Games in Folge glich die 25-jährige Ostschweizerin aus. Beim Stand von 1:1 Sätzen musste die Partie dann wegen Dunkelheit auf Dienstag verschoben werden. Mental wird die Schweizerin dann klar im Vorteil sein, wenn der Fuss einen weiteren Tag hält.

In-Albons Selfie mit dem Riesen

Nur etwas mehr als eine Stunde dauerte das Grand-Slam-Debüt von Ylena In-Albon. Die Nummer 113 der Welt aus Baltschieder im Oberwallis unterlag der Amerikanerin Alison Riske 2:6, 4:6. In den ersten vier Games gewann die Schweizerin nur gerade drei Punkte und gab danach zu, schon seit Tagen nervös gewesen zu sein. In-Albon gestand aber auch ein, dass insgesamt gegenüber der WTA-Nummer 36 aus den USA schon ein Klassenunterschied bestanden habe.

Sie sprach dennoch von einer guten Erfahrung. Und immerhin geht die wahrscheinlich kleinste Spielerin im Hauptfeld («Ich würde gerne sagen 1,60 m, aber es sind nicht ganz so viel») mit einem schönen Souvenir nach Hause: einem Selfie mit dem 2,08-m-Riesen John Isner.

Sinner eine Nummer zu gross für Wawrinka

Keine grossen Vorwürfe machen muss sich Stan Wawrinka (ATP 267). Der Waadtländer zeigte sich nach der 5:7, 6:4, 3:6, 2:6-Niederlage gegen den als Nummer 10 gesetzten Italiener Jannik Sinner zwar enttäuscht. Über weite Strecken zeigte er aber eine sehr ansprechende Leistung. «Ich fühle mich wieder fähig zu mehr», meinte der dreifache Grand-Slam-Champion. Das will er in den nächsten Wochen wieder auf Sand - zunächst im schwedischen Bastad, dann in Gstaad - zeigen.

Gar nicht mehr zum Einsatz kam am Montag Henri Laaksonen. Wegen der Regenunterbrechungen wurde seine Erstrunden-Partie gegen den Engländer Ryan Peniston auf Dienstag verschoben.

Beitrag erfassen

Keine Kommentare