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Apotheken-Streit in Frauenfeld findet ein Ende

Patienten des neuen Kantonsspitals in Frauenfeld können ab Dezember direkt nach dem Austritt verschriebene Medikamente in der Apotheke holen. Eine solche wird auf dem Gelände eröffnet, teilt der Thurgauer Regierungsrat mit. Somit endet der Streit, welcher seit einiger Zeit andauert.

09.11.2018 / 08:35 / von: vsu
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Auf dem Gelände des neuen Kantonsspitals in Frauenfeld soll es eine Apotheke geben. (Bild: Spital Thurgau AG)

Auf dem Gelände des neuen Kantonsspitals in Frauenfeld soll es eine Apotheke geben. (Bild: Spital Thurgau AG)

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Im Apotheker-Streit rund um das neue Kantonsspital Frauenfeld ist es zu einer Lösung gekommen: Die Apotheke im neuen Spital wird von einer neuen Aktiengesellschaft betrieben. An dieser beteiligt sich der Kanton mit der Thurmed AG, mit im Boot sind auch das Ärztenetzwerk Thurgau und die Apotheken Thurgau. Der zuständige Regierungsrat, Jakob Stark, ist zufrieden mit dieser Lösung, wie er gegenüber RADIO TOP sagt: «Das war ein Konflikt zwischen drei Partnern im Gesundheitswesen, den man so auflösen konnte. Diese drei Partner sollen – in Zukunft noch besser – zusammenarbeiten». Es würden nun Kontakte entstehen, die auch in anderen Bereichen im Gesundheitswesen Fortschritte bringen könnten.

Rund um den Neubau des Kantonsspitals in Frauenfeld wurde darüber gestritten, wer die Apotheke betreiben darf und wird. Der Thurgauer Regierungsrat musste prüfen, ob die Beteiligung der Thurmed AG mit der Eigentümerstrategie vereinbar ist. Diese sieht nebst dem eigentlichen Versorgungsauftrag vor, dass die Thurmed AG weitere Aufgaben erfüllen kann, wenn diese «in einem sachlich nahen Bezug zur Spital Thurgau AG stehen, die Spitalplanung des Kantons Thurgau nicht unterlaufen, wirtschaftlich begründbar sind und zu keiner Mehrbelastung des Kantons führen». In seiner Bewilligung bekräftigt der Regierungsrat nun, dass «mit dem gemeinsamen Projekt die integrierte Versorgung sowie die Zusammenarbeit von Grundversorgern, Apothekern und der Spital Thurgau AG wegweisend gefördert» werde.

Damit kann die neue Aktiengesellschaft nun gegründet werden. Die Thurmed AG und das Ärztenetzwerk Thurgau beteiligen sich mit je 26 Prozent am Aktienkapital. Die Apotheker der neu gegründeten Aktiengesellschaft verfügen über einen Anteil von 48 Prozent. Das gesamte Aktienkapital beträgt 700'000 Franken.

Die neue Apotheke auf dem Spitalareal wird den Namen «Horizont Apotheke» tragen. Zweck der neuen AG ist der Betrieb von Apotheken, dem Handel sowie dem Vertrieb mit und von Gesundheitsprodukten. Zudem soll die Apotheke eine Erleichterung für die Patienten sein: «Bei Spitalaustritt gleich die notwendigen Medikamente beziehen und mit nach Hause nehmen können, ist eine geschätzte Dienstleistung für die Patienten» heisst es beim Thurgauer Regierungsrat.

 

 

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