Pull down to refresh...
zurück

Asylzentrum in Uznach wird vorzeitig in Betrieb genommen

Die Bundesasylzentren sind am Anschlag. Ein Teil der Asylsuchenden wird früher als bisher an die Kantone zugewiesen. St.Gallen nimmt daher das kantonale Asylzentrum «Linth» in Uznach vorzeitig in Betrieb. Der Thurgau reagiert mit Sofortmassnahmen.

01.12.2022 / 09:58 / von: ame
Seite drucken Kommentare
1
Aus der Ukraine suchten bisher über 60'000 Personen Schutz in der Schweiz. Eine geflüchtete Frau wartet in ihrer Unterkunft auf die Wäsche. (Symbolbild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Aus der Ukraine suchten bisher über 60'000 Personen Schutz in der Schweiz. Eine geflüchtete Frau wartet in ihrer Unterkunft auf die Wäsche. (Symbolbild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

1
Schreiben Sie einen Kommentar

Die Lage im Asylbereich hat sich in den letzten Wochen markant verschärft, heisst es in der Mitteilung des Kantons vom Donnerstag. Der Kanton St.Gallen sei mit deutlich höheren Zuweisungen von Asylsuchenden durch die Bundesstellen konfrontiert.

Aus der Ukraine suchten bisher über 60'000 Personen Schutz in der Schweiz. Da die vom Bund betriebenen Unterkünfte nicht ausreichen, um alle Asylsuchenden unterzubringen, beschleunigt das Staatssekretariat für Migration (SEM) seit Anfang November die Verteilung auf die Kantone. So werden neu auch Personen, deren Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist, frühzeitig an die Kantone zugewiesen, wie es im Communiqué weiter heisst.

Im Kanton St.Gallen sind die regulären Unterbringungskapazitäten ausgeschöpft. Deswegen werden Massnahmen ergriffen, um zusätzliche Plätze zu schaffen. Insbesondere wird die für den Januar 2023 geplante Eröffnung des Zentrums mit Integrationscharakter für Asylsuchende in Uznach um einen Monat vorgezogen.

Allenfalls weitere Unterkünfte nötig

Die Inbetriebnahme ist in diesen Tagen geplant. Im stillgelegten Pflegezentrum stehen 120 Plätze zur Verfügung. Weil noch nicht alle Stellen für den Betrieb des Zentrums besetzt werden konnten, werde der Betrieb des Asylzentrums durch die regionale Zivilschutzorganisation bis etwa Mitte Januar 2023 unterstützt, schreibt der Kanton weiter.

Es sei ist nicht auszuschliessen, dass bis Frühjahr 2023 weitere Unterkünfte benötigt werden. Dabei können Kanton und Gemeinden weiterhin auf die Unterstützung des Zivilschutzschutzes zählen.

Temporäre Unterkunft in Frauenfeld

Auch der Kanton Thurgau reagiert mit Sofortmassnahmen: Die für die Unterbringung von schutzbedürftigen Personen aus der Ukraine genutzte Unterkunft in Arbon mit 50 Plätzen wird zu einer Unterkunft für neu zugewiesene Personen aus dem Asylbereich umfunktioniert, wie der Kanton am Donnerstag schrieb.

Da die weitere Entwicklung der Asylgesuchszahlen und damit auch die Zahl der Austritte aus dem Bundesasylzentrum Kreuzlingen ungewiss sei, hat der Regierungsrat den Betrieb einer zusätzlichen zentralen temporären Asylunterkunft in Frauenfeld genehmigt. Diese temporäre Unterkunft wird in der ehemaligen militärischen Unterkunft an der Hummelstrasse 18 in Frauenfeld eingerichtet. Sie bietet Platz für 50 Personen, die durch die Peregrina-Stiftung betreut werden.

Beitrag erfassen

B. Kerzenmacher
am 01.12.2022 um 13:47
Ein Beispiel an Frankreich nehmen wie mit Ausreisepflichtigen umzugehen ist.Aufnahme der Personalien in Polizei-Dateien, kein Anspruch auf Sozialleistungen, Unterhalt, Krankenversicherung. Ein Anspruch von der Bevölkerung versorgt zu werden besteht nicht mehr. Wieso auch?