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Ausgedampft: Vorzeitiges Saison-Ende für Thurgauer Dampflok wegen Kesselschaden

Sie ist die einzige und letzte originale Thurgauer Dampflokomotive, welche noch im Einsatz steht. Nun ist sie wegen eines Kesselschadens stillgelegt. Ein Revisionsplan steht, es fehlt jedoch das Geld.

12.10.2021 / 19:55 / von: rof/mle
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Sie wäre eigentlich noch im Einsatz. Nun steht die im Jahre 1912 in Winterthur erbaute Lok EC 3/5 Nr. 3, der einstigen Mittel-Thurgau-Bahn, im Eisenbahnmuseum «Lokorama» in Romanshorn. (Screenshot: TELE TOP)

Sie wäre eigentlich noch im Einsatz. Nun steht die im Jahre 1912 in Winterthur erbaute Lok EC 3/5 Nr. 3, der einstigen Mittel-Thurgau-Bahn, im Eisenbahnmuseum «Lokorama» in Romanshorn. (Screenshot: TELE TOP)

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Sie wäre eigentlich noch im Einsatz. Nun steht die im Jahre 1912 in Winterthur erbaute Lok EC 3/5 Nr. 3, der einstigen Mittel-Thurgau-Bahn, im Eisenbahnmuseum «Lokorama» in Romanshorn. Kurz vor ihrem 110. Geburtstag musste der Verein Historisches Mittel-Thurgau-Bahn (kurz: Mthb) die alte Dampflok stilllegen. «Im Juli haben wir nach einer Fahrt bemerkt, dass die sogenannten Siedrohre undicht sind», erklärt der Technikleiter Daniel Rutschmann rückblickend. «Es sind 220 Rohre, welche heisse Luft - erzeugt durch das Feuer im Heizkessel - hindurchpressen und das Wasser, welches dort ist, erhitzt. Dieses verdampft und sorgt für den Antrieb der Dampflok. Ohne diese Rohre, hat unsere alte Dame ausgedampft!»

Eine Untersuchung durch das Kesselinspektorat hatte die Stilllegung zur Folge. Das Schöne, die alte Dampflok kann gerettet werden. «Wir müssen die 220 Rohre rausschneiden und neue einsetzen, doch das kostet und ist eine riesen ‹Büez›», so Rutschmann. 110'000 Franken kostet die Revision. Der Plan steht, doch das nötige Geld fehlt dem Verein. «Wir müssen Firmen anschreiben, ein Crowdfunding ist geplant, denn wir wollen unsere alte Thurgauer Bahn wieder zum Fahren bringen, damit die Leute wieder Freude daran haben, wenn sie durch die Gemeinden am Bodensee dampft.»

TELE TOP hat die alte Dame EC 3/5 Nr. 3 der einstigen Mittel-Thurgau-Bahn an ihrem Stilllegungsort in Romanshorn besucht und mit dem Technikleiter Daniel Rutschmann über ihr «Leiden» gesprochen:

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