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Corona-Demonstrationen am Bodensee gehen weiter

Hunderte haben am Sonntag am Bodensee in Kreuzlingen TG und im deutschen Konstanz für oder gegen die Corona-Massnahmen demonstriert. Wie schon am Vortag kamen weniger Menschen zu den Kundgebungen als erwartet.

04.10.2020 / 18:15 / von: szw/sda
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Demonstranten der Antifaschistischen Aktion und Corona-Skeptiker werden von der Polizei voneinander abgeschirmt, am Sonntag in Konstanz. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Demonstranten der Antifaschistischen Aktion und Corona-Skeptiker werden von der Polizei voneinander abgeschirmt, am Sonntag in Konstanz. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

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Corona-Skeptiker, Impfgegner und Querdenker haben 

am Samstag

 und Sonntag in Kreuzlingen TG und im deutschen Konstanz gegen die Corona-Schutzmassnahmen und Einschränkungen protestiert. Neben mehreren Demonstrationszügen bewegten sich viele Demonstrierende in kleinen Gruppen auf der Promenade im Gebiet «Klein Venedig». Auf Kartons, Buttons und T-Shirts brachten sie ihre Meinungen friedlich zum Ausdruck.

Beim Riesenrad in «Klein Venedig» skandierten am Nachmittag Mitglieder der «Antifaschistischen Aktion» ihre Parolen, abgeschirmt von einem grossen Polizeiaufgebot. «Corona ist kein Fake!» oder «Sei kein Trump!» stand auf Transparenten.

«Spread Love, not Corona»

Die Corona-Massnahmen dürften durchaus kontrovers diskutiert werden, sagte Organisatorin Charis Kuntzemüller von der SP Kreuzlingen. Man solidarisiere sich auch mit den über 20 Bürgerinitiativen aus Konstanz, die unter dem Motto «Spread Love, not Corona» für Corona-Massnahmen demonstrierten.

Eine von Gegnern der Corona-Politik geplante Menschenkette auf der deutschen Seeseite konnte am Samstag wegen zu niedriger Teilnehmerzahlen nicht geschlossen werden. Zu der Aktion hatten die Veranstalter bis zu 130'000 Menschen erwartet, laut Polizei nahmen entlang der Strecke 10'000 bis 11'000 Menschen teil.

Am Sonntag versammelten sich in Konstanz Kritiker der Corona-Auflagen zu einer weiteren Kundgebung, deren Teilnehmerzahl ein Konstanzer Mitinitiator laut Südwestrundfunk mit rund 3000 bezifferte. Eine Kundgebung beim Kreuzlinger Hafen konnte nur einige Dutzend Leute mobilisieren.

Viezpräsident der Stadt Kreuzlingen enttäuscht

Der Vizepräsident der Stadt Kreuzlingen, Ernst Zülle, hat sich vor Ort ein Bild von den Querdenkern gemacht: «Ich bin überrascht, dass die Leute gegen die Corona-Massnahmen protestieren. Diese sind doch zum Schutz der Bevölkerung gemacht worden. Ich finde es traurig, dass so viele Menschen diesen Corona-Skeptikern Glauben schenken», so Zülle gegenüber TELE TOP.

Laut Polizei keine Zwischenfälle

Laut dem Sprecher der Thurgauer Kantonspolizei, Matthias Graf, war die Lage am Sonntag ruhig, es gab keine Zwischenfälle. Insgesamt waren für das Wochenende rund 30 Versammlungen angemeldet worden. Einige fielen am Samstag mutmasslich wegen Regenwetters aus. Auch am Sonntag wurde ein Demonstrationszug laut Polizei vom Veranstalter abgesagt.

Ein Grossteil der Veranstaltungen war nicht von Kritikern der Gesundheitsmassnahmen angemeldet worden. Nach Angaben der Stadt traten die Versammlungen mehrheitlich für Themen wie Solidarität, Verantwortung in Zeiten der Corona-Krise und den Kampf gegen Antisemitismus ein.

Die Auflagen der Stadt Konstanz für die Versammlungen waren streng. Um Abstandsregeln zu garantieren, mussten die Veranstalter pro 50 Teilnehmer vier Ordner stellen. Zudem waren Reichskriegsflaggen, Kaiserreichsflaggen und Zeichen verboten, die einen deutlichen Bezug zur Zeit oder zu den Verbrechen des Nationalsozialismus haben.

TELE TOP berichtet von den Kundgebungen am Seeufer:

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