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Das Entsorgungsverhalten normalisiert sich

Während der ersten Corona-Welle entsorgte die Schweizer Bevölkerung mehr als vor der Pandemie. Doch langsam kehrt in diesem Bereich wieder Normalität ein.

19.11.2020 / 13:14 / von: asl
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Im Frühling konnten auch in Naherholungsgebieten grössere Abfallberge beobachtet werden. (Symbolbild: pixabay.com/Hans Braxmeier)

Im Frühling konnten auch in Naherholungsgebieten grössere Abfallberge beobachtet werden. (Symbolbild: pixabay.com/Hans Braxmeier)

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«Bleiben Sie zuhause.» Diese Aussage von Bundesrat Alain Berset steht sinngebend für die erste Corona-Welle. Viele haben diese Zeit im Frühling genutzt und in ihren vier eigenen Wänden mal aufgeräumt. Dieser Trend hat bei den Entsorgungsstellen für einen regelrechten Ansturm gesorgt.

Doch wie sieht das in der zweiten Welle aus? RADIO TOP hat nachgefragt:

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Die zweite Corona-Welle sorgt bei vielen nicht mehr für den Drang, ihr Zuhause auszumisten. Alles in allem kann man sagen, dass sich das Entsorgungsverhalten der Bevölkerung wieder etwas normalisiert hat.

Währen der ersten Welle hat das ganz anders ausgesehen, bestätigt Iris Kaderli von der Thurgauer Kehrichtverbrennungsanlage gegenüber RADIO TOP. «Wir merkten im Frühling, dass viele Leute ihre Keller und Garagen ausgeräumt haben». Auch konnten sie beobachten, dass viele mehrmals zur Kehrichtverbrennungsanlage fuhren, manchmal auch mit kleineren Dingen, einfach, um irgendwas zu machen.

Ein weiterer grosser Brocken war auch die Kartonentsorgung. Da während der ausserordentlichen Lage im Frühling die meisten Geschäfte geschlossen hatten, bestellte die Schweizer Bevölkerung vermehrt online. Dieser Effekt konnte aber durch einen anderen ausgeglichen werden. Da die Strassen während der ersten Welle grösstenteils leer waren, kamen die Kehrichtautos viel schneller voran. Dies bestätigt Armin Bachhofner von der Entsorgung Winterthur auf Anfrage von RADIO TOP. Auch das hat sich diesen Herbst verändert. Die Kartonberge seien zwar noch hoch, übertreffen die vom Frühling aber nicht.

Auch das Littering in Naherholungsgebieten hat wieder abgenommen. Während der ersten Welle konnte man an Seen, in Parks und auch sonst in der Natur grössere Abfallberge beobachten, wie Markus Wenger vom Werkhof Frauenfeld gegenüber RADIO TOP sagt. Mittlerweile sind es vor allem Einweg-Hygienemasken, die einfach achtlos weggeworfen werden. Der Werkdienst möchte darum an die Bevölkerung appellieren, ihre gebrauchten Masken in Abfalleimern zu entsorgen.

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