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Der Kanton Thurgau will das Rheinufer renaturieren

Die Uferverbauungen am Hochrhein sollen wo immer möglich entfernt und durch einen natürlichen Zustand ersetzt werden. Dies hat der Kanton Thurgau in einem Konzept festgehalten.

24.01.2019 / 09:34 / von: sda/pwa
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So soll das Rheinufer bald vielerorts aussehen: Revitalisiertes Rheinufer unterhalb St. Katharinental. (Bild: Amt für Umwelt des Kantons Thurgau)

So soll das Rheinufer bald vielerorts aussehen: Revitalisiertes Rheinufer unterhalb St. Katharinental. (Bild: Amt für Umwelt des Kantons Thurgau)

Das aktuelle, verbaute Rheinufer bei Bleichi östlich von Diessenhofen. (Bild: umwelt.tg.ch)

Das aktuelle, verbaute Rheinufer bei Bleichi östlich von Diessenhofen. (Bild: umwelt.tg.ch)

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Das Amt für Umwelt des Kantons Thurgau hat ein Konzept zur Sanierung des Rheinabschnitts zwischen Wagenhausen und Schlatt vorgelegt. Das vom Kanton verabschiedete Konzept regelt die Renaturierung des Rheinufers im Detail. Das Ufer soll in einen natürlichen Zustand zurückversetzt werden. Dadurch sollen neue Räume für Tiere und Pflanzen entstehen. Gleichzeitig muss auch der Hochwasserschutz gewährleistet werden. Darüber hinaus sollen natürliche Badeplätze und Naherholungsgebiete entstehen. 

Das Ufer des 16.6 Kilometer langen Rheinabschnitts zwischen Wagenhausen und Schlatt ist zur Hälfte verbaut. Betonplatten, Mauern oder Blocksteine aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts versperren den Weg zum Wasser. Ausserdem ist der Lebensraum für Pflanzen und Tiere eingeschränkt. Viele Abschnitte sind zudem unterspült und deshalb baufällig.

Bei der Sanierung sollen nun wo möglich Uferverbauungen entfernt und durch Kiesschüttungen ersetzt werden. Natürliche, flach auslaufende Böschungen sollen entstehen. Wo eine gewisse Ufereriosion akzeptiert werden könne, seien steilere oder auch gar keine Vorschüttungen denkbar. Die enstehenden Steilufer sollen Lebensräume für Eisvögel schaffen. Vorgesehen seien auch natürlich strukturierte Badeplätze. 

In Abschnitten, in welchen die Siedlungen bis an den Rhein grenzen, zum Beispiel in der Diessenhofener Altstadt, bleiben die Uferverbauungen erhalten und werden saniert. Zurückgestellt wurde laut dem Amt für Umwelt die Renaturierung des Uferwegs von der Badi Diessenhofen bis zum Campingplatz «Treidelweg».

Das Konzept sei unter Mitwirkung der Standortgemeinden Wagenhausen, Diessenhofen und Schlatt und des Kraftwerks Schaffhausen (SH Power) erarbeitet worden. «Die Anliegen der lokalen Interessensgruppierungen wurden soweit möglich im Konzept berücksichtigt», hiess es im Communiqué des Kantons. Die baulichen Massnahmen sollen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Budgetmittel und in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden schrittweise umgesetzt werden.

TELE TOP hat Claudia Eisenring, die Projektleiterin der Ufersanierung des Amts für Umwelt (TG) und den Stadtpräsidenten von Diessenhofen, Markus Birk, zur geplanten Renaturierung des Rheinufers befragt: 

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