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Der Thurgauer Regierungsrat ist konservativer als der Kantonsrat

Die Plattform smartvote hat die Wahlresultate im Kanton Thurgau ausgewertet und die Positionen der beiden Räte sowie der Parteien verglichen. Dabei zeigt sich, dass Regierungsrat und Kantonsrat unterschiedlich ausgerichtet sind. Aber auch die Analyse der Positionen der FDP liefert interessante Resultate.

18.03.2020 / 17:22 / von: lny
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Die Positionen des Regierungsrat sind weiter rechts als jene des Kantonsrats. (Bild: Z.V.g. Kanton Thurgau)

Die Positionen des Regierungsrat sind weiter rechts als jene des Kantonsrats. (Bild: Z.V.g. Kanton Thurgau)

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Für viele Wähler ist smartvote eine Wahlhilfe, um zu bestimmen, welche Kandidaten die eigene Meinung am ehesten vertreten. Smartvote analysiert aber auch Wahlresultate. So hat sie nach den Wahlen im Kanton Thurgau vom vergangenen Sonntag die Positionen der beiden Räte unter die Lupe genommen. Bei der Migrationspolitik und bei Law&Order sind beide Räte gleicher Ansicht. Interessant ist jedoch der Unterschied bei der Finanzpolitik und beim Umweltschutz. «Dort steht der Regierungsrat weiter rechts, ist eher für eine sparsame Finanzpolitik» erläutert Michael Erne, Projektleiter bei smartvote. Anders beim Umweltschutz. Dort ist der Kantonsrat die treibende Kraft und befürwortet einen Ausbau stärker als der Regierungsrat. Alles in allem ist der Regierungsrat konservativer, was sich auch in der Zusammensetzung zeige, meint Erne. Der Kantonsrat hat jedoch einer Verstärkung von Mitte-Links erfahren, daher die weniger konservative Haltung.

Ein Vergleich der Positionen von Regierungsrat und Kantonsrat

 

Smartvote hat aber nicht nur die beiden Räte verglichen, sondern auch die Parteien. Dabei fällt vor allem die FDP auf. «Die FDP steht viel weniger weit rechts als die SVP. Dort gibt es fast keine Überschneidung», fasst Michael Erne zusammen. Dafür gibt es inhaltlich eine relativ grosse Überschneidung mit der CVP. Grundsätzlich sei aber schon zu sehen, dass die FDP deutlich weiter rechts steht als die GLP oder CVP.

Ein überraschendes Resultat lieferte die Auswertung der Frage zum Ausbau des 5G-Netzes. Dort gibt es kein Parteimuster. «Es gibt offensichtlich auch innerhalb der Parteien grosse Differenzen», sagt Erne. So ist die GLP genau gespalten 50:50. Auch eine SP hat eine Ablehnung von einem Drittel. Nur die FDP ist geschlossen, dort sagen alle ja.

Michael Erne erläutert im Interview mit RADIO TOP die überraschenden Resultate der Analyse:

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