Pull down to refresh...
zurück

Deutsche sollen Thurgauer Impfungen ergattert haben

Offenbar soll es mehreren Deutschen gelungen sein, eine Impfung im Thurgau zu ergattern, obschon sie nicht im Kanton wohnhaft sind. Regierungsrat Urs Martin dementiert die Meldung.

28.04.2021 / 19:08 / von: rof/mma
Seite drucken Kommentare
1
Der Thurgauer Regierungsrat Urs Martin dementiert die Meldung. (Screenshot: TELE TOP)

Der Thurgauer Regierungsrat Urs Martin dementiert die Meldung. (Screenshot: TELE TOP)

1
Schreiben Sie einen Kommentar

Der Kanton Thurgau hat das Impftempo beschleunigt und vor knapp einer Woche angekündigt, ab Mitte Mai alle impfwilligen Personen impfen zu wollen. Voraussetzung für eine Impfung ist aber, dass man einen Wohnsitz im Kanton Thurgau hat. Wie Recherchen von «20 Minuten» zeigen, ist es offenbar mehreren Deutschen gelungen, eine Impfung zu ergattern. Sie hätten lediglich angegeben, engen Kontakt mit einem Risikopatienten zu haben – was nicht stimmte.

Der Thurgauer Regierungsrat Urs Martin (SVP) wehrt sich: «Der Kanton Thurgau überprüft wöchentlich seit Beginn der Impfkampagne die gesamten Datenbanken. Menschen, welche keine Berechtigung haben für die Impfung, werden aussortiert. Für dies brauchen wir hunderte Stunden und im Normalfall flutscht uns niemand durch - es kann theoretisch jedoch sein, dass einmal jemand durchflutscht aber die Wahrscheinlichkeit ist relativ klein.»

Dies hofft auch FDP-Parteipräsident Gabriel Macedo. Für ihn ist klar: «Der Kanton muss unbedingt schauen, dass er mit den technischen Mitteln überprüft, ob der Impfberechtigte tatsächlich im Thurgau wohnt.» Helfen könne hier eine Abklärung bei der Einwohnerkontrolle. «Es ist nicht richtig, wenn Leute, welche auch an einem andere Ort eine Impfung erhalten würden, den Bürgern im Kanton Thurgau die Impfung wegnehmen».

Auch Peter Dransfeld (Grüne) hofft, dass die Thurgauer Regierung hier viel Zeit in die Kontrolle investiert. «Es muss jedoch im Verhältnis sein.»

Der Kanton Thurgau teilt in einer Mitteilung mit, dass nur deutsche Staatsbürger in Pflegeberufen geimpft werden, die aktiven Kontakt zu Covid-Patienten haben. Dabei müssen diese also zwingend in einem Risikobereich arbeiten. Sollten sie weder in der Schweiz arbeiten noch wohnen ist eine Impfung im Thurgau nicht möglich, auch wenn derjenige über eine Krankenkasse in der Schweiz verfügt.

Gesundheitsdirektor Urs Martin gibt sowieso zu bedenken: «Wer falsche Angaben angibt, muss mit schrafrechtlichen Konsequenzen rechnen! Und nur wer einen Impftermin hat, heisst dies noch lange nicht, dass er dann auch tatsächlich die Impfung bekommt. Wir prüfen auch dann noch, ob es Fehler gibt.» Sollte dies der Fall sein, werde der Impftermin storniert.

TELE TOP hat die Reaktionen gesammelt:

video

Beitrag erfassen

Manfred
am 30.04.2021 um 10:47
Laut Infoseite der BAG dürfen Grenzgänger welche in der Schweiz eine obligatorische Krankenvers.auch in der Schweiz geimpft werden.Ebenfalls ist das die Info die die Krankenvers.an uns Grenzgänger weitergibt.Da steht nirgends das man einen Wohnsitz im Kanton haben muß.Man muß nur eine obligatorische Krankenvers.haben.Was ist nun maßgebend für uns?Die info von der BAG und der Krankenkasse oder die Info von diesem Artikel?