Pull down to refresh...
zurück

«Differenzen bei der Weiterentwicklung»: Stadler-Chef geht

Knall beim Thurgauer Bahnhersteller Stadler: CEO Thomas Ahlburg geht und Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler übernimmt per sofort als Group CEO ad interim. Auslöser waren offenbar unüberwindliche Differenzen über die Ausrichtung des Unternehmens.

21.05.2020 / 18:07 / von: abl/sda
Seite drucken Kommentare
0
In der Führungsriege von Stadler gibt es einen Wechsel. (Bild: TELE TOP/Daniel Fernandez)

In der Führungsriege von Stadler gibt es einen Wechsel. (Bild: TELE TOP/Daniel Fernandez)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Man sei sich bezüglich der Zukunftsstrategie von Stadler nicht einig geworden, heisst es in der Mitteilung des Unternehmens: «Aufgrund von Differenzen hinsichtlich der strategischen und organisatorischen Weiterentwicklung von Stadler haben der Verwaltungsrat und der Group CEO Dr. Thomas Ahlburg entschieden, das Arbeitsverhältnis einvernehmlich aufzulösen.»

Ahlburg hatte den Posten des CEO per 1. Januar 2018 von Peter Spuhler übernommen. Nun wolle er sich beruflich neu ausrichten, steht in der Mitteilung von Stadler weiter. Spuhler bedankte sich im Namen des Verwaltungsrates bei Ahlburg für «seinen grossen Einsatz für Stadler in seiner Rolle als Group CEO». Ahlburg habe insbesondere die weitere Internationalisierung und den signifikanten Kapazitätsausbau von Stadler vorangetrieben.

Die operative sowie strategische Führung von Stadler sei dank der Erfahrung von Peter Spuhler als ehemaliger, langjähriger Group CEO und durch sein Amt als exekutiver Verwaltungsratspräsident in dieser Übergangsphase sichergestellt, heisst es in der Mitteilung weiter.

Ahlburg will künftig als selbstständiger Unternehmer tätig sein. Bis Ende 2020 stehe er Stadler beratend zur Seite, hiess es. Vor seiner Tätigkeit als Gruppen-CEO war er für den Bereich Stadler Bussnang verantwortlich. «Obwohl wir nicht immer gleicher Meinung waren, habe ich Thomas als leidenschaftlichen und pragmatischen CEO kennen- und schätzen gelernt», wird Peter Spuhler zitiert.

Weiter äusserte sich die Gruppe auch über die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Geschäft. Bislang seien diese relativ gering, hiess es. Die künftigen Folgen seien derzeit allerdings nur schwer abschätzbar. Daher streicht Stadler die bislang geltenden Finanzziele für das laufende Jahr.

Die Gruppe hatte sich Anfang März zum Ziel gesetzt, den Umsatz im Jahr 2020 auf 3,5 Milliarden Franken zu steigern nach 3,2 Milliarden im Jahr zuvor. Dabei wollte man eine Betriebsgewinn-Marge von mindestens 6 Prozent erreichen.

Beitrag erfassen

Keine Kommentare