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Dshihad-Reisender aus Arbon in türkischem Gefängnis

Ein weiterer Dschihad-Reisender aus Arbon sitzt in der Türkei im Gefängnis – allerdings soll er bald entlassen werden. Der Mann soll ein Freund des Arboner Dschihadisten sein, welcher im Irak auf seine Todesstrafe wartet.

08.01.2019 / 11:18 / von: vsu
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Aus Arbon sind mehrere Männer in den Dschihad gereist. (Screenshot: Youtube/Euronews)

Aus Arbon sind mehrere Männer in den Dschihad gereist. (Screenshot: Youtube/Euronews)

«Solange jemand nicht auffällig ist, ist es schwierig zu erkennen, ob sich die Person radikalisiert hat», sagt der Arboner Stadtpräsident Andreas Balg. (Screenshot: TELE TOP)

«Solange jemand nicht auffällig ist, ist es schwierig zu erkennen, ob sich die Person radikalisiert hat», sagt der Arboner Stadtpräsident Andreas Balg. (Screenshot: TELE TOP)

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Ein 24-Jähriger ist von Arbon in den Irak gereist und dort von der Polizei festgenommen worden. Er habe sich der Terrororganisation Islamischer Staat IS angeschlossen und für diese Bomben gebaut. Dafür erwartet ihn nun die Todesstrafe

Nun berichtet die «Thurgauer Zeitung» von einem weiteren 24-jährigen Dschihadisten aus Arbon: Dieser soll mit dem Bombenbauer befreundet sein und sitzt derzeit in der Türkei hinter Gittern. Doch wohl nicht mehr allzu lange: Angeblich wird er aus noch unbekannten Gründen bald entlassen. Die beiden Männer hätten in Arbon nicht weit voneinander entfernt gewohnt und türkische Wurzeln. Zusammen hätten sie die Moschee in Rorschach besucht. Ob sie sich dort radikalisiert haben, ist unklar. Sie sollen schon vor mehreren Jahren für den IS in den Krieg gezogen sein. Es gibt mindestens noch einen weiteren Mann, welcher ebenfalls aus Arbon kommt und nach Syrien gereist ist

Kein Hotspot für Dschihadisten

Der Arboner Stadtpräsident Andreas Balg ist sich sicher: Dass es in der Stadt gerade mehrere IS-Unterstützer gegeben habe, sei ein Zufall. Deshalb werde es auch keine Extremismus-Fachstelle geben, wie es beispielsweise in Winterthur oder bald auch im Kanton Schaffhausen der Fall ist. Auch SP-Kantonsrat Jakob Auer betont gegenüber der «Thurgauer Zeitung», dass es keinen Hotspot für solche Leute in Arbon gäbe. Den IS-Reisenden, welcher im türkischen Gefängnis sitzt, kannte er sogar: Es sei ein Schock gewesen, zu erfahren, dass der junge Mann wegen Unterstützung des IS in Haft sei. Er sei ein gut integrierter Mensch gewesen, sportlich und noch in der Ausbildung. Es müsse sowas wie eine Gehirnwäsche geschehen sein. Das bestätigen auch ehemalige Arbeitskollegen: Auf einmal habe er sich einen Bart wachsen lassen, viel gebetet und sei dann plötzlich weg gewesen.

Auch dessen Frau fiel auf: Sie trug eine Burka – eine Seltenheit in Arbon. Als sie hochschwanger ihrem Mann in den Dschihad nachreiste, sorgte dies für einen Aufruf in diversen Medien. Allerdings wollte die junge Mutter kurz darauf mit ihrem Baby zurück – sie wollte weg vom Grauen des Krieges. Doch ihr Ehemann hielt sie zunächst festMithilfe deutscher Behörden schaffte sie es, aus Syrien auszureisen. Mittlerweile trage sie keine Burka mehr und finde langsam wieder ins westliche Leben zurück. 

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