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Enkeltrickbetrüger lassen nicht locker

Immer wieder gehen ältere Menschen in der Schweiz sogenannten Enkeltrickbetrügern auf den Leim. Zuletzt wurden einem Mann in Frauenfeld auf diesem Weg 120'000 Franken gestohlen. Die Polizei bittet um Vorsicht.

13.01.2020 / 14:53 / von: vsa
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Die Telefon-Masche ist nur einer von vielen Tricks, mit denen die Gauner Leute betrügen. (Bild: pixabay.com/FlitsArt)

Die Telefon-Masche ist nur einer von vielen Tricks, mit denen die Gauner Leute betrügen. (Bild: pixabay.com/FlitsArt)

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Wie die Kantonspolizei Thurgau am Montag mitteilt, kam es am Freitag in Frauenfeld zu einem klassischen Enkeltrickbetrug.

Eine Betrügerin meldete sich telefonisch bei einem 78-Jährigen. Sie liess ihn ihren angeblichen Namen erraten und erzählte, dass sie für den Kauf einer Immbobilie Geld brauche. 

Kurz vor der vereinbarten Übergabe rief die Betrügerin den alten Mann erneut an und kündigte an, dass ein Mitarbeiter einer Bank das Geld abholen wird. Als dieser auf einem öffentlichen Parkplatz auftauchte, übergab ihm der 78-Jährige 120'000 Franken. 

Erst nach der Übergabe hinterfragte das Enkeltrick-Opfer den Vorfall und meldete sich bei der Kantonspolizei. In den meisten Fällen kommt die Hilfe zu spät, wenn die Geldübergabe bereits stattgefunden hat.

Die Kantonspolizei Thurgau warnt deshalb erneut ausdrücklich vor Enkeltrickbetrügern. Sie bittet die Bevölkerung, auch ihre Angehörigen über die Maschen der Betrüger zu informieren. Folgende Tipps stammen von der Kantonspolizei:

- Seien Sie vorsichtig, wenn sich angebliche Verwandte oder Bekannte am Telefon nicht sofort zu erkennen geben und ihre Namen raten lassen

- Stellen Sie Fragen, die nur echte Familienmitglieder oder Bekannte beantworten können. - Geben Sie keine Auskunft über Ihr Vermögen.

- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen.

- Halten Sie bei Verdacht Rücksprache mit Ihrer Familie und kontaktieren Sie die Kantonspolizei Thurgau über die Notrufnummer 117.

Die «Telefon-Masche» ist nicht der einzige Trick, mit dem Betrüger den Opfern Geld aus der Tasche ziehen. Es gibt beispielsweise auch Betrüger, die Leute zu Hause besuchen und angeben, sich in der Wohnung umzuschauen, um wertvolle Gegenstände zu angeblich fairen Preisen direkt abzukaufen. 

Die Ermittlungen im Zusammenhang mit Trickbetrügern sind nicht einfach. Wenn Betroffene richtig handeln, gelingt es aber auch immer wieder, den Verbrechern das Handwerk zu legen. Wie beispielsweise letzten Frühling in Winterthur.

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