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Erneut wird Ostschweizer Firma Opfer von Cyberkriminellen

Letzte Woche übten Hacker einen Angriff auf das Aargauer Unternehmen Brugg Group aus. Davon betroffen ist auch deren Tochterfirma in Romanshorn, die Stahlseilfirma Fatzer. Die Cyberkriminellen fordern Geld.

16.09.2020 / 22:14 / von: sfa
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Die Thurgauer Stahlseilfirma Fatzer kämpft mit den Folgen eines Cyberangriffs auf ihren Mutterkonzern. (Bild: youtube.com/Fatzer AG)

Die Thurgauer Stahlseilfirma Fatzer kämpft mit den Folgen eines Cyberangriffs auf ihren Mutterkonzern. (Bild: youtube.com/Fatzer AG)

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Der Aargauer Industriekonzern ist am Donnerstag letzter Woche Opfer eines Cyberangriffs geworden, wie das Unternehmen diese Woche mitteilte. Wie das «St.Galler Tagblatt» nun in seiner Online-Ausgabe berichtet, ist davon auch ein Tochterunternehmen in der Ostschweiz betroffen: die Fatzer AG im thurgauischen Romanshorn. Der Thurgauer Industriekonzern fertigt Stahlseile an, unter anderem für Seilbahnen oder Brücken.

Die Cyberkriminellen haben beim Angriff Daten des Mutterkonzerns Brugg Group auf deren Server verschlüsselt. Die Firma hat als Reaktion alle IT-Systeme heruntergefahren – und zwar konzernweit. Betroffen ist daher auch die Fatzer AG. Allerdings kann die Fatzer AG – sowie der Mutterkonzern im Aargau – in der industriellen Produktion weiterarbeiten. Betroffen vom Ausfall sind einzig die IT-Systeme. Diese werden nun schrittweise wieder hochgefahren.

Cyberkriminelle gelangten nicht an Kundendaten

Kundendaten hätten sich die Hacker nicht sichern können, versichert das Unternehmen. Sie forderten nach der Verschlüsselung der Server Geld. Ob die Brugg Group den Hackern das Geld überweisen will, um wieder an die eigenen Daten zu gelangen, ist unklar. Klar ist hingegen, dass die Firma eine Strafanzeige gemacht hat.

Die Täterschaft hinter dem Cyberangriff ist noch unbekannt. Der Angriff reiht sich ein in eine ganze Serie von Cyberangriffen auf Schweizer Firmen. In der Ostschweiz war diesen Frühling etwa auch der Zugbauer Stadler betroffen.

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