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«Es geht auch um den Ruf von Stadler»

Peter Spuhler wagt mit seiner Stadler den Börsengang. Der Thurgauer Unternehmer sieht diesen Schritt als grosse Chance, wie er im Interview mit RADIO TOP sagt. Die Reputation als börsenkotiertes Unternehmen spiele eine wichtige Rolle.

19.03.2019 / 14:05 / von: sbr/pwa/dfe
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Peter Spuhler informierte an der Pressekonferenz über den Börsengang von Stadler. (Bild: TELE TOP/Daniel Fernandez)

Peter Spuhler informierte an der Pressekonferenz über den Börsengang von Stadler. (Bild: TELE TOP/Daniel Fernandez)

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Der Thurgauer Zugbauer Stadler wagt den Gang aufs Börsenparkett. Das Initial Public Offering (IPO) soll bereits in den nächsten Monaten über die Bühne gehen - vorbehaltlich des Marktumfeldes.

Im Interview mit RADIO TOP spricht Firmenpatron und Alt-SVP-Nationalrat Peter Spuhler über Chancen und Risiken des Börsengangs:

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Peter Spuhler möchte trotz des Börsengangs seiner Stadler Rail zumindest mittelfristig Ankeraktionär des Unternehmens bleiben. Nach dem IPO werde sein persönlicher Aktienanteil mindestens 40 Prozent betragen, so Spuhler. Aktuell hält Spuhler etwa 80 Prozent an dem vor etwa 30 Jahren von ihm übernommenen Unternehmen. Bis mindestens 3 Jahre nach dem Börsengang möchte er ausserdem einen Anteil von 30 Prozent am Unternehmen behalten, dazu habe er sich verpflichtet.

Stadler stellt unter anderem Hochgeschwindigkeitszüge, U-Bahnen, Trams und Zahnradbahnen her. Eine starke Position hat das Unternehmen in Europa, wo es gemäss der Unternehmensberatung SCI Verkehr drittgrösster Hersteller von Schienenfahrzeugen ist. Derzeit arbeiten 8'500 Mitarbeiter für Stadler.

Seine Aktivitäten beschränkt das Unternehmen bisher auf die drei Märkte Europa, Nordamerika und den Raum der ehemaligen Sowjetunion. «Noch nicht aktiv sind wir in Asien, wir schauen uns dort aber nach wie vor nach Opportunitäten um», erklärte Spuhler. Eine Möglichkeit, die das Unternehmen derzeit evaluiert, ist dabei ein Markteintritt in Indien.

TELE TOP hat mit Peter Spuhler gesprochen:

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Im Heimmarkt Europa habe man inzwischen einen Marktanteil von etwa 15 Prozent erreicht, so Spuhler weiter. Deutlich kleiner ist der Anteil in den anderen beiden geographischen Räumen, wobei er in den kommenden Jahren laut Spuhler jedoch klar ausgebaut werden soll.

Bis 2020 möchte das Unternehmen nun seine Produkte kontinuierlich weiterentwickeln, seine Präsenz im europäischen Markt konsolidieren, das Wachstum im Servicegeschäft beschleunigen sowie eigene Lösungen in der Signaltechnik entwickeln, hiess es.

Dabei sollen nach wie vor eine grosse Anzahl an Mitarbeitern bei Stadler in der Schweiz beschäftigt werden, sagte Ahlburg. Allerdings sei es auch essentiell - gerade für Ausschreibungen in Zentral- und Osteuropa - dass man dort mit eigenen Standorten und entsprechend mit Mitarbeitern vertreten sei.

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