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«Es gibt nur eine Rektorin. Es kann keinen Schatten geben»

Die Umstände rundum die Entlassung des Prorektors der Pädagogischen Hochschule Thurgau sind undurchsichtig gewesen. Eine unabhängige Untersuchung zeigt nun, dass bei der Freistellung des Prorektors vieles falsch gelaufen ist.

18.09.2019 / 11:46 / von: mle
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An der Pressekonferenz hat sich Kantonsrat und Vizepräsident der GFK, Dominik Diezi, zum Schlussbericht geäussert. (Bild: RADIO TOP/Ruëtsch Menzi)

An der Pressekonferenz hat sich Kantonsrat und Vizepräsident der GFK, Dominik Diezi, zum Schlussbericht geäussert. (Bild: RADIO TOP/Ruëtsch Menzi)

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Der Prorektor der Pädagogischen Hochschule Thurgau, Matthias Begemann, wurde letzten November per sofort entlassen. Offenbar weil es zwischen ihm und dem Hochschulrat Unstimmigkeiten gegeben hat. Die genauen Gründe wurden aber nie kommuniziert. Deshalb haben die Regierung sowie die Geschäfts- und Finanzkommission GFK eine unabhängige Untersuchung eingeleitet. Am Mittwoch wurde das Ergebnis der Untersuchung den Medien präsentiert.

Unstimmigkeiten und untergrabene Autorität

Aus dem Bericht geht hervor, dass tatsächlich Konflikte zwischen der Rektorin Priska Sieber und Prorektor Matthias Begemann zu dessen Entlassung geführt haben. So sollen sie verschiedene Meinungen über die Führungsstruktur gehabt haben. Ausserdem soll Matthias Begemann die Autorität von Priska Sieber untergraben haben. Wegen des Konfliktes wurde das Hochschulratspräsidium eingeschaltet. Genau diesen Schritt bemängelt die GFK in ihrem Schlussbericht.

Das Hochschulratspräsidium hätte den Konflikt als solchen anerkennen und sich ihm annehmen sollen. Stattdessen wurde Matthias Begemann ein Ultimatum gestellt. Nämlich die Konflikte innert sechs Monaten selber zu lösen. Ein Weg, der von Anfang an zum Scheitern verurteilt war, wie die GFK in ihrem Bericht festhält. Schlussendlich seien die Fronten so verhärtet gewesen, dass eine Freistellung der einzige Ausweg war. 

Mehr Transparenz

Zum Schluss wird noch die Freistellung an sich bemängelt. Man hätte eine Pressekonferenz abhalten und die Entlassung des Prorektors begründen sollen. Weil dies nicht transparent gemacht wurde, hätte man Aussenstehenden vermittelt, dass nicht alles mit rechten Dingen verlaufen sei.

Die GFK zieht trotz allem ein positives Fazit. Denn alle Beteiligten hätten aus dem Fall gelernt und schon vieles verbessert. So zum Beispiel das interne Konfliktmanagement.

An der Pressekonferenz hat sich Kantonsrat und Vizepräsident der GFK, Dominik Diezi, zum Schlussbericht geäussert: 

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TELE TOP informiert über den Schlussbericht von der Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission des Grossen Rates:

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