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Frauenfeld versetzt verhaltensauffällige Kindergärtler in Spezialklasse

In Frauenfeld soll ein Kindergarten speziell für verhaltensauffällige Kinder entstehen. Bis zu acht Kinder sollen den Kindergarten «Übermut» während maximal zwölf Monaten besuchen – und danach möglichst in die Regelklasse integriert werden.

25.02.2021 / 08:32 / von: sfa
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Kinder, die im regulären Kindergarten nicht zurecht kommen, sollen künftig in einem speziellen Kindergarten betreut werden. (Symbolbild: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

Kinder, die im regulären Kindergarten nicht zurecht kommen, sollen künftig in einem speziellen Kindergarten betreut werden. (Symbolbild: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

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Frauenfeld sucht aktuell zwei Kindergartenlehrpersonen für den neuen Kindergarten «Übermut». Wo dieser genau eröffnet wird, steht noch nicht fest, schreibt die «Thurgauer Zeitung». Klar ist jedoch bereits: Der Kindergarten «Übermut» wird kein normaler Kindergarten. Vielmehr sollen dort ab dem neuen Schuljahr verhaltensauffällige Kinder betreut werden, welche im Regelkindergarten überfordert sind. Der Spezial-Kindergarten ist Teil der Volksschule, für die Eltern der betroffenen Kinder entstehen dadurch also keine Kosten.

Kinder sollen den Kindergarten «Übermut» während sechs bis zwölf Monaten besuchen. Die zwei zukünftigen Lehrpersonen sollen dabei bis zu acht Kinder gleichzeitig betreuen. Die Kinder bewegen sich also in einer deutlich kleineren Gruppe als im Regelkindergarten, wo jeweils rund 20 Kinder gemeinsam betreut werden.

Im Kindergarten «Übermut» soll ein Grossteil des Unterrichts draussen stattfinden. Die Eltern sollen eng einbezogen werden. Die Stadt versteht den Kindergarten allerdings nicht als Sonderklasse, wie die Verantwortlichen gegenüber der «Thurgauer Zeitung» weiter betonen – ganz im Gegenteil sogar: Dank der «Auszeit» von sechs bis zwölf Monaten im Kindergarten «Übermut» sollen die Kinder später wieder im Regelkindergarten und danach in der regulären Schule – statt in der Sonderschule – integriert werden. Der Spezial-Kindergarten soll langfristig denn auch keine Zusatzkosten generieren, sondern die Kosten sogar senken, weil Kinder dadurch gar nicht erst einen Platz in einer Sonderschule brauchen, so die Hoffnung.

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