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Geothermieanlage in Schlattingen wieder in Betrieb

Die Geothermieanlage in Schlattingen hat neue Pumpversuche für die Gewinnung von Erdwärme gestartet. Die Betreiber mussten in den letzten Monaten diverse Sicherheitsmassnahmen umsetzen, weil vor zwei Jahren Öl ausgetreten war.

12.06.2018 / 10:43 / von: vbu
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Bild der Anlage aus dem Jahr 2016 (Bild: RADIO TOP/Benjamin Fisch)

Bild der Anlage aus dem Jahr 2016 (Bild: RADIO TOP/Benjamin Fisch)

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Der Betreiber, der Familien‐Gemüsebetrieb Grob, schreibt in einer Mitteilung, in den vergangenen Monaten seien umfangreiche Sicherheits‐ und Schutzmassnahmen zur Wasseraufbereitung, Wasserkontrolle und Datenerhebung sowie ein Ölfilter eingebaut und getestet worden.

Während den rund einjährigen Pumpversuchen würden nun die Auswirkungen auf das Thermalwasser untersucht. Ziel des Familienunternehmens ist es,  das warme Tiefengrundwasser zur Heizung der Gewächshäuser zu nutzen. Das abgekühlte und aufbereitete Wasser soll in den Rhein abgeführt werden. Die Resultate des Pumptests sollen die Grundlage liefern für das Konzessionsgesuch für eine Langzeitnutzung und zur Bestätigung des Betriebskonzepts.

Die verantwortlichen Behörden des Kantons Thurgau sollen demnach voraussichtlich im Jahr 2019 entscheiden, ob und in welcher Weise die Bohrung mit dem geförderten Thermalwasser dauerhaft genutzt werden kann.

Das Geothermieprojekt ist in den letzten Jahren immer wieder in die Schlagzeilen geraten. So haben sich

Anwohner bei Probebohrungen über massiven Gestank beschwert

. Im Februar 2016 ist es dann zu einem

Ölunfall

gekommen, bei dem Öl in den Rheinn geflossen ist. Auch die

Thurgauer Baudirektorin Carmen Haag wurde im Zusammenhang mit dem Projekt

kritisiert. Laut Bundesgericht hat sie den Anschein von Befangenheit erweckt. Auch zwischen

Diessenhofen und dem Kanton Thurgau sorgte die Anlage zwischenzeitlich für Knatsch

.  

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