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Gewerkschaften fordern kantonale Mindestlöhne für die Ostschweiz

In den Ostschweizer Kantonen sollen kantonale Mindestlöhne eingeführt werden. Dies forderten am Donnerstag Vertreterinnen und Vertreter der Gewerkschaftsbünde von St.Gallen, Thurgau und Appenzell Ausserrhoden.

25.11.2021 / 19:45 / von: sda/mma
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Tieflöhne kommen unter anderem in der Gastrobranche vor. In den Ostschweizer Kantonen sollen bald Mindestlöhne festgelegt werden, fordern die Gewerkschaften. (Symbolbild: KEYSTONE)

Tieflöhne kommen unter anderem in der Gastrobranche vor. In den Ostschweizer Kantonen sollen bald Mindestlöhne festgelegt werden, fordern die Gewerkschaften. (Symbolbild: KEYSTONE)

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In den Kantonen Neuenburg, Jura, Genf, Tessin und Basel-Stadt gebe es bereits einen gesetzlichen Mindestlohn. In der Ostschweiz seien aber bisher verschiedene Bemühungen abgeblockt worden.

Deshalb hätten sich nun die drei Gewerkschaftsbünde zu einem gemeinsamen und koordinierten Vorgehen entschlossen, kündigte Barbara Gysi, SP-Nationalrätin und Präsidentin des kantonalen Gewerkschaftsbunds St.Gallen an.

Tieflöhne brächten Einzelpersonen und Familien an den Rand der Existenz. Sie müssten sich jeden Monat die Frage stellen, wie die laufenden Kosten gedeckt werden könnten. Tieflöhne führten auch zu einer Belastung des Staates, weil viele Betroffene auf Unterstützung angewiesen seien.

Vorstoss im Kantonsparlament

Bettina Surber, Vizepräsidentin des Gewerkschaftsbunds St.Gallen und SP-Kantonsrätin, wird einen Vorstoss mit Fragen an die St.Galler Regierung einreichen. Diese soll unter anderem ausführen, wie viele Personen im Kanton für ein Vollzeitpensum weniger als 4000 Franken verdienen.

Bisher hätte die politischen Organe des Thurgaus einen Mindestlohn immer abgelehnt, wird in der Mitteilung Lukas Auer, Präsident des Thurgauer Gewerkschaftsbundes, zitiert. Nun soll mit einem neuen Anlauf aufgezeigt werden, dass es sich dabei um ein Bedürfnis der arbeitenden Bevölkerung und nicht um eine «Sozialspinnerei» handle.

Die Wirtschaft in der Ostschweiz brumme und trotzdem gebe es viele Arbeitnehmende mit prekären Anstellungsbedingungen und Löhnen, die nicht zum Leben reichten, hiess es vom Gewerkschaftsbund Appenzell Ausserrhoden.

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