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Im Thurgau droht ein Hausärztemangel

Bis 2025 dürften im Kanton Thurgau 13 Gemeinden keine ausreichende hausärztliche Grundversorgung mehr haben. Neue Bestimmungen haben das Problem noch verschärft.

20.05.2022 / 07:05 / von: ame
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Neben der Bevölkerung werden auch die Hausärzte und -ärztinnen immer älter. (Symbolbild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

Neben der Bevölkerung werden auch die Hausärzte und -ärztinnen immer älter. (Symbolbild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

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Zurzeit haben sieben Gemeinden im Kanton Thurgau eine «nicht ausreichende» hausärztliche Grundversorgung. Bis 2025 dürfte sich diese Zahl fast verdoppeln – 13 Gemeinden droht dann eine Unterversorgung, in nur 28 der 80 Thurgauer Gemeinden bleibt die Versorgung gut. Damit droht dem Kanton ein Mangel an medizinischen Fachkräften, während der Anteil an älteren Menschen in der Bevölkerung zunimmt.

Diese Alterung betrifft aber auch die Hausärztinnen und Hausärzte. Während immer mehr von ihnen in Rente gehen, finden sich immer weniger Nachfolgerinnen und Nachfolger. Ein weiteres Problem ist am 1. Januar 2022. Seit Beginn des Jahres gibt es neue Bestimmungen. Hausärztinnen und Hausärzte brauchen nun eine kantonale Zulassung, wofür sie mindestens drei Jahre Erfahrung sammeln müssen. Eine Ausnahme um einen drohenden Mangel auszugleichen ist nicht mehr möglich.

Man habe auf Qualität uns einheimische Ärzte achten wollen, aber ein neues Problem geschaffen, sagt der Präsident der Ärztegesellschaft Thurgau, Alex Steinacher, gegenüber der Thurgauer Zeitung. Eine Interpellation im Grossen Rat stellt nun Fragen zum Hausärztemangel und wie sich die Regierung dem Problem annehmen will.

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