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Kälteeinbruch bereitet Thurgauer Obstbauern Sorge

Ostschweizer Bauern sorgen sich wegen der momentanen winterlichen Temperaturen um ihre Ernte. Weniger der Schnee, sondern vor allem die eisigen Temperaturen sind das Problem. Doch die Landwirte versuchen mit verschiedenen Tricks ihre Plantagen zu schützen.

07.04.2021 / 07:52 / von: asl
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Weniger der Schnee, sondern vor allem die eisigen Temperaturen sind das Problem. (Symbolbild: pixabay.com/Frauke Riether)

Weniger der Schnee, sondern vor allem die eisigen Temperaturen sind das Problem. (Symbolbild: pixabay.com/Frauke Riether)

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Der Kälteeinbruch Anfang April bereitet Thurgauer Bauern Sorgen. Vor allem die sinkenden Temperaturen setzen den Obstbäumen zu. Die erneuten Schneemassen sind dabei laut einem Bericht der «Thurgauer Zeitung» das kleinere Problem. Diese können zwar Abdeckungen zum Einsturz bringen, im Gegenzug dazu wirken sie aber auch isolierend. Die Kälte ist für das Kernobst ein weit grösseres Problem. Doch wie die Zeitung weiter berichtet, sind die Ostschweizer Bauern erfinderisch.

Der Hüttwiler Bauer Urs Haag beregnet seine Apfelbäume auf einer Fläche von rund 4,5 Hektaren am frühen Morgen bei minus zwei Grad mit Wasser. Wie er gegenüber der Zeitung sagt, schützt der Eispanzer die Knospen der Bäume. Denn, wenn das Wasser gefriert, setzt sich auch Wärme frei. Wasser als Frostschutz funktioniert laut dem Bauern bis zu Temperaturen von minus acht Grad. Diese Methode kommt aber nur für die Bauern infrage, welche dafür das Grundwasser verwenden können. Denn, das Wasser aus der Leitung ist zu teuer und in den Gemeinden in so grossen Mengen gar nicht verfügbar.

Ein anderer Bauer aus der Region versorgt seine Aprikosenbäume mit heisser Luft. In den frühen Morgenstunden bläst er wie bei einer Festzeltheizung die warme Luft in die Plastiktunnel, welche er um seine Obstbäume gelegt hat.

Wie sich die Kälte auf die Obsternte auswirken wird, kann laut dem Bericht noch nicht vorhergesagt werden. Ein Schaden an den Knospen wird erst viel später sichtbar werden.

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