Pull down to refresh...
zurück

Kandidaten-Porträts zur Thurgauer Regierungsratswahl: Die Bisherigen

Der Kanton Thurgau wählt am 15. März seine Regierung neu. RADIO TOP stellt die Kandidatinnen und Kandidaten vor: Welche Skandale haben amtierende Regierungsräte hinter sich? Wie stehen ihre Wahlchancen?

11.02.2020 / 11:25 / von: sfa/mle
Seite drucken Kommentare
0
Diese vier bisherigen Regierungsräte dürfen mit einer Wiederwahl rechnen. Von links nach rechts: Cornelia Komposch (SP), Walter Schönholzer (FDP), Monika Knill (SVP) und Carmen Haag (CVP). (Bilder: tg.ch/Collage RADIO TOP)

Diese vier bisherigen Regierungsräte dürfen mit einer Wiederwahl rechnen. Von links nach rechts: Cornelia Komposch (SP), Walter Schönholzer (FDP), Monika Knill (SVP) und Carmen Haag (CVP). (Bilder: tg.ch/Collage RADIO TOP)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Im Kanton Thurgau werden am 15. März Regierung und Parlament neu gewählt. Für die fünf Regierungssitze treten sieben Kandidatinnen und Kandidaten an. RADIO TOP und TELE TOP veranstalten am Montag, 17. Februar ein Podium mit den sieben Regierungsratskandidaten. Im Vorfeld erläutert RADIO TOP in einer Vorschauserie die Ausgangslage zu den Wahlen und stellt die Kandidaten in Kurzporträts vor. Hier geht's zu den Porträts der neuen Kandidaten.

Monika Knill (SVP)

Monika Knill ist zwar erst 47 Jahre alt, und doch ist sie die amtsälteste aller Thurgauer Regierungsräte, die erneut zur Wahl antreten. Sie wurde 2008 in die Kantonsregierung gewählt. Trotz der vielen Jahre in diesem Gremium, hat sie nie das Departement gewechselt: Von Beginn an führte sie das Departement für Erziehung und Kultur. Ihren diesjährigen Wahlkampf stellt sie unter den Slogan: «Knill will wieder».

Monika Knills politische Erfahrung geht allerdings über ihre zwölf Jahre im Regierungsrat hinaus: Davor war sie zwölf Jahre lang Gemeinderätin von Kemmental und fünf Jahre lang Kantonsrätin, unter anderem als SVP-Fraktionspräsidentin.

Auch beruflich hat Monika Knill einen weiten Weg hinter sich: Ihre berufliche Laufbahn startete sie ursprünglich als medizinische Praxisassistentin, zwischenzeitlich war sie auch als Zivilstandsbeamtin tätig und traute Hochzeitspaare.

Monika Knill wohnt in Alterswil, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter. In ihrer Freizeit spielt sie gerne Volleyball oder geht wandern. Ihre Wiederwahl ist so gut wie sicher: Monika Knills vergangener Legislatur haften keine grösseren Skandale an. Darüber hinaus gehört sie mit der SVP der stärksten Partei im Kanton Thurgau an.

Carmen Haag (CVP)

Carmen Haag ist 46 Jahre alt und politisiert seit sechs Jahren in der Thurgauer Regierung, wo sie das Departement für Bau und Umwelt verantwortet.

Ihre politische Laufbahn begann sie dereinst bei der Jungen CVP, die sie auch präsidierte. Später politisierte sie 14 Jahre lang im Grossen Rat, davon sieben Jahre als Fraktionspräsidentin.

Carmen Haag lebt in Stettfurt, ist verheiratet und leidet sprichwörtlich am «Reisefieber». Reisen gehört laut eigenen Angaben zu ihren grössten Hobbies. Ausserdem interessiert sie sich für Aviatik und beobachtet regelmässig am Flughafen Starts und Landungen. Daneben hat sie auch ihre berufliche Laufbahn in der Reisebranche begonnen: als KV-Angestellte auf einem Reisebüro. Später hat sie Betriebswirtschaften studiert und sich als Steuerberaterin selbständig gemacht.

Carmen Haag erreichte bei der Wahl vor vier Jahren das beste Resultat aller Kandidatinnen und Kandidaten. Ihre Wiederwahl gilt daher auch dieses Jahr als gesichert.

Die bisherigen Thurgauer Regierungsräte Monika Knill (SVP) und Carmen Haag (CVP) im Kurzporträt:

Audio


Cornelia Komposch (SP)

Cornelia Komposch sitzt seit fünf Jahren für die SP im Thurgauer Regierungsrat und leitet dort das Departement für Justiz und Sicherheit leitet.

Vor ihrem Amt als Regierungsrätin war Cornelia Komposch acht Jahre lang Gemeinderätin von Herdern und elf Jahre lang Kantonsrätin, davon drei Jahre als SP-Fraktionspräsidentin.

Ursprünglich ist Cornelia Komposch gelernte Pflegefachfrau und ausgebildete Landwirtin. Sie lebt in Steckborn, stammt ursprünglich aber aus dem Kanton Graubünden, was sich bis heute in ihrem Dialekt niederschlägt. Ihre Herkunft macht sich ausserdem in ihren Hobbies bemerkbar – dazu zählt nämlich das Snowboarden.

Cornelia Komposch hat drei erwachsene Kinder.

Genau wie die übrigen amtierenden Regierungsräte darf sie mit der Wiederwahl rechnen. Dies, weil die politischen Verhältnisse im Kanton Thurgau für gewöhnlich sehr stabil sind, und der vergangenen Legislatur von Cornelia Komposch keine grösseren Patzer anhaften.

Walter Schönholzer (FDP)

Von den amtierenden Thurgauer Regierungsräten am ehesten um seine Wiederwahl zittern muss Walter Schönholzer. Er vertritt die FDP seit vier Jahren in der Thurgauer Kantonsregierung und ist dort für das Departement für Inneres und Volkswirtschaft verantwortlich.

Innerhalb seines Departements ist auch das Veterinäramt angesiedelt. Deshalb hat Walter Schönholzer auch keine einfache erste Amtszeit hinter sich: Nach gerade einmal einem Jahr im Amt flog ihm der Tierquälerei-Skandal von Hefenhofen um die Ohren. Als Bilder von abgemagerten und toten Pferden aus Hefenhofen durch die Schweizer Medien kursierten, musste die Thurgauer Regierung für ihr zögerliches Vorgehen Kritik einstecken – und diese prasselte insbesondere auf Walter Schönholzer ein.

Es ist möglich, dass das Thurgauer Stimmvolk Schönholzer an der Urne für diesen Skandal abstraft – mit einem schwachen Wahlresultat, oder gar mit der Abwahl. Konkurrenz erhält Walter Schönholzer insbesondere durch den Grünliberalen Kandidaten Ueli Fisch.

Walter Schönholzer ist 54 Jahre alt, lebt in Neukirch an der Thur und ist Vater von vier Kindern.

Die bisherigen Thurgauer Regierungsräte Cornelia Komposch (SP) und Walter Schönholzer (FDP) im Kurzporträt:

audio

Beitrag erfassen

Keine Kommentare