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Kandidaten-Porträts zur Thurgauer Regierungsratswahl: Die Neuen

Der Kanton Thurgau wählt am 15. März seine Regierung neu. RADIO TOP stellt die neuen Kandidaten vor: Welche Wahlchancen haben sie? Müssen die Bisherigen zittern?

13.02.2020 / 07:30 / von: sfa
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Urs Martin (SVP), Karin Bétrisey (Grüne) und Ueli Fisch (GLP) (v.l.n.r.) wollen im Thurgauer Regierungsrat jeweils einen Sitz erobern. (Bild: Collage RADIO TOP)

Urs Martin (SVP), Karin Bétrisey (Grüne) und Ueli Fisch (GLP) (v.l.n.r.) wollen im Thurgauer Regierungsrat jeweils einen Sitz erobern. (Bild: Collage RADIO TOP)

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Im Kanton Thurgau werden am 15. März Regierung und Parlament neu gewählt. Für die fünf Regierungssitze treten sieben Kandidatinnen und Kandidaten an. RADIO TOP und TELE TOP veranstalten am Montag, 17. Februar ein Podium mit den sieben Regierungsratskandidaten. Im Vorfeld erläutert RADIO TOP in einer Vorschauserie die Ausgangslage zu den Wahlen und stellt die Kandidaten in Kurzporträts vor. Zu den Porträts der bisherigen Regierungsräte geht es hier.

Urs Martin (SVP)

Im Thurgauer Regierungsrat wird ein Sitz frei: Derjenige von Jakob Stark (SVP), welcher nicht mehr zur Wahl antritt. Er wurde im Herbst in den Ständerat gewählt und politisiert seither in Bern.

Die SVP will ihren frei werdenden Sitz im Regierungsrat mit ihrem langjährigen Kantonsrat Urs Martin verteidigen. Er ist 41 Jahre alt, lebt in Romanshorn und arbeitet hauptberuflich im Gesundheitsmanagement.

Urs Martin politisiert seit zwölf Jahren für die SVP im Grossen Rat. Seine Kandidatur war innerhalb der SVP allerdings nicht unumstritten: An der Delegiertenversammlung setzte er sich nur knapp gegen seinen Konkurrenten Urs Schrepfer durch. Das dürfte unter anderem daran liegen, dass Urs Martin parteiintern den Ruf eines «scharfen Hundes» geniesst: Im Grossen Rat scheut er die hitzige Debatte nicht und erinnert dabei zum Teil eher an die Zürcher SVP als an die gemässigtere Thurgauer SVP.

Auch in seiner Freizeit steckt bei Urs Martin Tempo drin: Er fährt gerne Rennvelo. Urs Martin ist ausserdem zweifacher Vater.

Karin Bétrisey (Grüne)

Die Grünen haben ihre Kantonsrätin Karin Bétrisey als Kandidatin auserkoren. Sie ist 48 Jahre alt, lebt in Kesswil und ist studierte Ingenieurin. Als solche arbeitet sie unter anderem als Raumplanerin und Verkehrsplanerin.

Karin Bétrisey steigt allerdings mit einem Bekanntheits-Rückstand in den Wahlkampf: Sie politisiert erst seit 1,5 Jahren im Grossen Rat, daher ist auch ihr Name im Kanton noch wenig bekannt. Ihre Wahlchancen sind denn auch schlecht. Die Grünen bestreiten dies nicht – begründen die Kandidatur allerdings damit, dass sie dem Thurgauer Stimmvolk aus demokratiepolitischen Überlegungen eine Alternative zum SVP-Kandidaten bieten wollten.

Die Thurgauer Regierungsratskandidaten Urs Martin (SVP), Karin Bétrisey (Grüne) und Ueli Fisch (GLP) im Kurzporträt:

Audio

 

Ueli Fisch (GLP)

Kurz nach der Nomination der Grünen Karin Bétrisey als Kandidatin, doppelten die Grünliberalen nach: Sie stellten ihren Fraktionspräsidenten im Grossen Rat, Ueli Fisch, als Kandidat auf. Dieser hatte zuvor öffentlich kundgetan, er wolle nicht kandidieren. Das Vorgehen der GLP sorgte im grünen Lager für Kopfschütteln.

Ueli Fisch ist 57 Jahre alt, wohnhaft in Ottoberg, und arbeitet als selbständiger Unternehmer in der Textilbranche.

Ueli Fisch ist – ganz im Gegensatz zur grünen Kandidatin – politisch erfahren: Er politisiert seit acht Jahren im Grossen Rat und kandidierte vor vier Jahren bereits einmal für die Thurgauer Regierungsratswahlen – damals schaffte er zwar einen Achtungserfolg und erreichte das absolute Mehr. Als Überzähliger schied er allerdings aus und lag deutlich hinter seinem Konkurrenten, Walter Schönholzer von der FDP.

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Hofer Ernst
am 15.02.2020 um 19:09
Also ich bin für den Urs, denn der Thurgau ist landschaftlich schon grün genug.