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Kanton Thurgau lehnt jedes 5. Härtefallgesuch ab

Seit dem 1. Februar können im Kanton Thurgau Härtefallgelder beantragt werden. Bisher sind 588 Anträge beim Kanton eingegangen. Jedes fünfte wurde abgelehnt. Die ersten Gelder sollen diese Woche fliessen.

15.02.2021 / 16:38 / von: mma
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Die Hälfte aller Thurgauer Anträge stammt aus der Gastronomie. (Symbolbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Die Hälfte aller Thurgauer Anträge stammt aus der Gastronomie. (Symbolbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

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Seit dem Start des Härtefallprogramms am 1. Februar sind im Kanton Thurgau 588 Anträge eingegangen. Dies teilt der Kanton Thurgau am Montag mit. Die Hälfte aller Anträge stamme aus der Gastronomie. Die weiteren Anträge kommen hauptsächlich vom Non-Food-Detailhandel und der Eventbranche.

Rund 80 Prozent der Anträge hätten die Freigabe zur materiellen Überprüfung erhalten. Dies sind etwa gleich viel wie im Kanton Zürich. Dort werden 487 Unternehmen unterstützt. Wenn die erforderlichen Unterlagen vollständig und wahrheitsgetreu eingereicht werden, erfolge diese Prüfung und anschliessend die Zahlung sehr rasch, heisst es in der Mitteilung weiter. Die ersten Zahlungen sollen diese Woche erfolgen.

Die Finanz- und Wirtschaftsexperten des Kantons müssen sich aber immer wieder mit mangelhaft dokumentierten Gesuchen und unwahren Angaben auseinandersetzen. «Das verzögert den Prozess», betont Regierungsrat Walter Schönholzer. Er bedauert dies: «Die Wirtschaftsverbände – auch Gastro Thurgau – wurden bereits im Vorfeld direkt informiert und instruiert.» Die Voraussetzungen und Erklärungen zum Programm sind auf der Härtefallseite des Amtes für Wirtschaft und Arbeit aufgeführt. Zudem sind die Bedingungen für einen Anspruch auf Härtefallgelder vom Bund klar vorgegeben.

Weiter führt Schönholzer gegenüber RADIO TOP aus, dass einige abgewiesene Unternehmen ihrem Frust freien Lauf lassen. Zum Teil komme es zu wüsten Beschimpfungen und Bedrohungen gegen Amtsangestellte.

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Werner Aebersold
am 17.02.2021 um 17:14
Absolut, das AWA Thurgau, gibt für mich grosse Fragezeichen, was dort für Beamte arbeiten...Kundenfreundlichkeit Fehlanzeige. Man sitzt auf dem hohen Ross und kanzelt den Hilfe- und notleidenden Bürger ab!
Geschäftsinhaber Thurgau
am 15.02.2021 um 17:27
Eine Zumutung diese Härtefallreglung - viel zu viel Papierkrieg (da muss man einen Treuhänder haben, der kostet auch noch!) Das ganze System ist von Anfang an falsch aufgezogen worden. Man hätte eine andere Reglung, nach Alter der Firma, Mitarbeiter (und hier wären auch ein Einmannbetriebe einbezogen) machen müssen. Z.B. ein Firma die schon etliche Jahre am Markt ist (hat ja auch viel an AHV, etc. einbezahlt) - hätte z.B. einen Betrag von Fr. 3'000.00 bekommen! Unbürokartisch und a feu perdu (damit wären Mietzins, Nebenkosten, etc.) gedeckt. Dieser Zirkus den das AWA veranstaltet ist ja untragbar und hält viele ab, von Anträgen. Das ist wahrscheinlich auch so gewollt im Thurgau und der Schweiz!!??