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Kanton Thurgau leitet Untersuchung im Fall Wigoltingen ein

Der Kanton Thurgau untersucht die Vorfälle an der Schule in Wigoltingen. Das zuständige Departement lehnt eine Aufsichtsbeschwerde von Eltern zwar ab. Dennoch wird der Kanton nun aktiv.

22.05.2019 / 16:28 / von: mma/rwa
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Der Fall Wigoltingen wird nun vom Kanton untersucht. (Bild: Screenshot/TELE TOP)

Der Fall Wigoltingen wird nun vom Kanton untersucht. (Bild: Screenshot/TELE TOP)

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Das Departement für Erziehung und Kultur (DEK) lehnt die Aufsichtsbeschwerde zweier Eltern ab. Darin haben die Eltern auch gefordert, dass die Lehrer vom Amtsgeheimnis befreit werden und sich öffentlich äussern dürfen. Darauf tritt der Kanton nicht ein.

Das DEK schreibt in der Stellungnahme, dass eine Beschwerde von Eltern gegen die Kündigung von Lehrern aus juristischer Sicht nicht sachgemäss sei. Weiter werde die rechtlichen Ansprüche der Schüler nicht verletzt, da der Grundschulunterricht gewährleistet sei. «Der Wechsel von Lehrpersonen, auch in gehäufter Form, verletzt diesen Anspruch nicht», schreibt Regierungsrätin Monika Knill.

Weiter heisst es, dass es für die Eltern keinen ersichtlichen Nutzen gebe, wenn sie den Kündigungsgrund erfahren, da sie weder in die Einstellungs- und Kündigungsverfahren der Schulgemeinde involviert seien Mit dem Eintreten auf die Beschwerde würde sich der Kanton zudem einmischen in die Gemeindeautonomie.

Regierungsrätin Monika Knill lässt den Vorfall nun trotzdem untersuchen. Dies geht ebenfalls aus einer Stellungnahme hervor. Konkret will das DEK den Fall Wigoltingen selbst untersuchen und hat die Aufsichtsbeschwerde in eine Anzeige umgewandelt.

Was der Kanton und die Eltern nun unternehmen wollen – im Beitrag von RADIO TOP:

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«Wir bleiben nicht untätig», betont Paul Roth, der Generalsekretär des DEK auf Anfrage von RADIO TOP. Als Aufsichtsinstanz werde das Departement nun im Detail klären, wie sich die Ereignisse abgespielt haben. Genauer soll geklärt werden, ob Fehler passiert sind, die aufsichtsrechtlich zu beanstanden sind. Wie lange diese Überprüfungen dauern, ist laut Roth nicht absehbar. Der Schulbetrieb in Wigoltingen läuft bis dahin weiter wie gehabt. Laut Roth gibt es derzeit keine Hinweise, dass ein unmittelbares Eingreifen nötig wäre.

Wegen eines Streits um Umstrukturierungen haben an der Sekundarschule Wigoltingen 7 von 12 Lehrern gekündigt. Danach haben sich auch betroffene Eltern eingeschaltet und beim Kanton eine Aufsichtsbeschwerde eingereicht. Darin haben die Eltern auch gefordert, dass die Lehrer vom Amtsgeheimnis befreit werden und sich öffentlich äussern dürfen.

 

 

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