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Kanton Thurgau plant Impfzentrum auf Bodenseeschiff

Der Kanton Thurgau plant auf dem Bodensee ein weiteres Impfzentrum zu eröffnen. Geimpft werden soll auf einem Schiff. Dieses würde dann wechselnd in verschiedenen Häfen im Kanton anlegen.

13.01.2021 / 10:55 / von: sda/asl
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Der Kanton Thurgau will seine Bevölkerung bald schon auf einem Bodenseeschiff impfen. (Symbolbild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Der Kanton Thurgau will seine Bevölkerung bald schon auf einem Bodenseeschiff impfen. (Symbolbild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

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Das erste Thurgauer Impfzentrum in Frauenfeld soll ab nächster Woche in voller Kadenz funktionieren. Ein zweites Zentrum sei auf dem Bodenseeschiff MS Thurgau der Schweizerischen Bodensee Schifffahrt AG geplant. Dieses soll ab dem 2. Februar wechselnd in Kreuzlingen, Romanshorn und Arbon anlegen. Dies werde einem Teil der Thurgauer Bevölkerung die Corona-Impfung nahe am Wohnort ermöglichen, erklärte Gesundheitsdirektor Urs Martin am Mittwoch an einer Medienkonferenz in Frauenfeld. Wenn nötig will die Regierung ein drittes Impfzentrum in Weinfelden einrichten. 

Zusammenarbeit mit Hirslanden

Für den Betrieb der Impfzentren arbeitet der Kanton mit der privaten Hirslanden-Gruppe als externer Partnerin zusammen. «Ziel war es, möglichst viele Ressourcen für die Impfungen im Thurgau sicherzustellen», sagte Kantonsärztin Agnes Burkhalter gemäss Communiqué.

Wegen der knappen Anzahl Impfdosen, die bisher zur Verfügung stehen, könnten sich vorerst nur Risikopersonen impfen lassen, die über 75 Jahre alt sind oder an schweren chronischen Krankheiten leiden. Sie müssen sich über ihre Ärztinnen und Ärzte für die Impfung registrieren lassen.

Der zweite zugelassene Impfstoff von Moderna werde den Impfprozess beschleunigen, schreibt der Kanton. Auch davon werde der Kanton aber vorerst nur eine kleine Menge erhalten. Ziel sei es, die Hausärzte im Thurgau möglichst schnell mit diesem Impfstoff zu bedienen.

Fallzahlen im Kanton leicht rückläufig

Die Corona-Fallzahlen sind im Kanton Thurgau zuletzt leicht zurückgegangen. Der R-Wert, der das Tempo der Ausbreitung des Virus zeigt, liegt laut Gesundheitsdirektor Urs Martin aber wieder fast bei 1. Sorgen bereite jedoch das hoch ansteckende mutierte Virus.

Der Siebentage-Durchschnitt der Fallzahlen ging im Kanton Thurgau von 195 am 21. Dezember schrittweise auf 118 Anfang dieser Woche zurück, wie Martin am Mittwoch im Grossen Rat informierte. Leider seien aber im gleichen Zeitraum 83 Todesfälle zu verzeichnen gewesen. Der R-Wert sei von etwa 0,7 wieder auf fast 1 gestiegen.

Die Positivitätsrate bei den Tests sank von über 20 Prozent auf 15,7 Prozent. Leicht rückläufig ist auch die Bettenbelegung in den Spitälern: Anfang Woche wurden 71 Corona-Patienten stationär betreut, davon 16 auf den Intensivstationen. «Die Solidarität unter den Spitälern funktioniert sehr gut», sagte Martin weiter.

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B.Kerzenmacher
am 14.01.2021 um 09:27
Die bedrückenden Zahlen der Toten zeigen nicht einmal das ganze Ausmass der Katastrophe. Hinzu kommen die Zahlen der Corona-Überlebenden, die über etliche Monate, vielleicht auch Jahre oder in schlimmen Fällen den Rest ihres Lebens mit Gesundheitsschäden zu kämpfen haben.Leider werden diese Menschen von den Verharmlosern und sogenannten Querdenkern gerne unter den Teppich gekehrt.
Anonym
am 13.01.2021 um 17:34
Die Betriebsbewilligung des MS Thurgau ist infolge ausstehender Wartungsarbeiten gemäss Bodenseeschifffahrtsverordnung und der Schweizerischen Schifffbauverordnung nicht mehr gültig..... würde mich wundern wenn die entsprechenden Arbeiten, welche mindestens 2 - 3 Wochen zeit in anspruch nehmen, in dieser Zeit geschaft werden sollten, da der Werftbetrieb der SBS ja geschlossen ist!?!